Zu diesem Bericht gehören einige Fotos, die ich im Februar 1944 vom
Flakturm Humboldthain aufgenommen hatte - auf einem ist ein kleines Stück
vom Kopf vom LWH Chr.F. zu erkennen. Wir zwei wanderten damals an einem
Sonntag vorsichtig um die beiden Türme und im restlichen Humboldthain
herum, lasen Flaksplitter und eine halb abgebrannte Stabbrandbombe auf,
sorgfältig darauf achtend, keinen zu Grüßenden zu übersehen
und verfügten uns dann wieder in das dumpf riechende riesige Gebäude,
wo wir im obersten Stockwerk wohnten, zusammen mit den Typen von der Oberschule
aus unserer Heimatstadt. Ab und zu sah der Gefreite v.S. nach uns und erklärte
uns die Klingelzeichen "Vorspiel" und "Alarm" - tatsächlich
bimmelte es gleich am ersten Abend, am 14.Januar 1944, nachdem wir am Nachmittag
noch in Zivil in den Turm einmarschiert waren und der Posten uns fröhlich
zugerufen hatte: "Hier kommt Ihr so bald nicht wieder raus!"
Sehr früh am Morgen dieses Tages hatten wir, etwa 20 Jungen des Jahrgangs
1928, Schüler der "Robert-Schumann-Schule, eines humanistischen
Gymnasiums in Zwickau/Sa, uns in der Halle des Hauptbahnhofs eingefunden,
manche begleitet von den Eltern. Ein Unteroffizier in der blaugrauen Uniform
der Luftwaffe mit roten Kragenspiegeln nahm uns dort in Empfang, und wir
reisten in reservierten Abteilen mit der Bahn in Richtung Berlin. Als der
Zug die Vorstädte der "Reichshauptstadt" erreichte, sahen
wir die ersten gänzlich ausgebrannten Häuserzeilen schon in Lankwitz,
und die forschen Gespräche im Abteil verstummten. Aus dem S-Bahn Bahnhof
Gesundbrunnen tretend, erblickten wir dann den riesigen Betonklotz des Flakturms
"Humboldthain" vor uns - da sollten wir also in Zukunft leben!
Immerhin "durften" wir zunächst mit dem Fahrstuhl nach oben
fahren, und es folgte eine flüchtige ärztliche Untersuchung, die
Einkleidung (wir erhielten auch eine Blech-Erkennungsmarke wie "richtige"
Soldaten!) und die Einweisung in die Unterkünfte, die mit Doppelstockbetten
und Blechspinden ausgerüstet waren. Der Blick aus den mannshohen Fenstern,
die mit einer dicken Stahlblende verschlossen werden konnten, ging über
die S-Bahngleise hinweg auf eine nahezu ausgebrannte Häuserfront; nur
ein Haus war wenigstens teilweise noch bewohnt. Die schweren Nachtangriffe
des November 1943 hatten diese Zerstörungen bewirkt, wie uns die Schulkameraden
des Jahrgangs 1927 berichteten, die schon seit September 1943 hier Dienst
getan hatten; sie begrüßten uns mit einer Mischung aus Mitleid
und Schadenfreude: Jetzt seid Ihr also auch dran...!
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Vor
dem Geschütz-Turm im Humboldthain - Berlin, im Februar 1944.
Die Türme waren graugrün gestrichen und überragten
weit die alten, im November 1943 von Bombensplittern beschädigten
Bäume des Parks. Auf dem umlaufenden Balkon waren die 2 cm-Flak-Waffen
auf Beton sockeln montiert, auf der oberen Plattform vier Doppelrohr-Geschütze
des Kalibers 12.8 cm.
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Zum ersten Dienst trat ich ohne
Stahlhelm an, weil einer in dieser erheblichen Größe nicht
vorrätig gewesen war, was zunächst einen "Anschiss"
zur Folge hatte samt einer Bemerkung über die Pferde, welche bekanntlich
die größeren Köpfe... Der Uffz., der uns vom Heimat-Bahnhof
abgeholt hatte, entpuppte sich bald als ein verkleideter Studienrat, und
ein zweiter solcher, ein Westfale, war dann unser Ausbilder, zusammen
mit dem Ogfr. R., einem Malermeister aus Hamburg, der magenkrank aussah.
"Die 2cm Flak 38 als solche (ch wie in Krach gesprochen) zerfällt
in..." Es war das schweizer Präzisionsprodukt 2 cm-Oerlikon,
und es wurde eine der wenigen Wonnen meines Daseins als LWH, sie auseinander
zu nehmen und richtig wieder zusammenzusetzen! Den Sockel dieses Geschützes
kann man noch heute sehen, wenn man die Serpentinen der nur halb weggesprengten
und dann mit Trümmern angeschütteten südlichen Turmseite
des G-Turms Humboldthain zwischen Bäumen und Sträuchern hinaufsteigt
und so die Ebene der 12.8cm-Plattform erreicht. Auf einem Foto posieren
Otto M. und Hans K. auf solch einer Kanone, von der es auch Exemplare
mit vier Rohren gab., die sog. "Vierlinge".
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Bombentreffer
auf ein 2 cm-Geschütz auf dem Feuerleit -Turm (L-Turm) im Humboldthain
im November 1943.
Teile des Geschützes fanden sich am nächsten Morgen zwischen
den im Hintergrund sichtbaren Gebäuden der AEG...
Da kurz vor dem Einschlag die Bedienungen der leichten Flakwaffen
in das Turminnere befohlen worden waren, hat es keine Verluste gegeben.
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Natürlich war das Hauptziel des "Dienstes",
uns so bald als möglich zu einem vollwertigen Bedienungspersonal
für diese Waffen auszubilden; unten im Humboldthain auf einem kleinen
Sportplatz fand aber auch regelmäßig "Infanterie-Dienst"
statt, und anfangs wurde auch häufig Strammstehen und Grüßen
geübt, obwohl die Hitlerjugend uns ja eigentlich in dieser Hinsicht
schon ausreichend "vorgebildet" haben sollte! Da war der Dienst
an der Waffe deutlich beliebter, zumal dort auch eigenes technisches Verständnis
demonstriert werden konnte. Meist war der Ton der Vorgesetzten nicht übertrieben
rauh - das übliche Gebrülle beim Exerzieren und dem "Infanterie-Dienst"
vor dem Turm kannten wir ja schon vom H.J.Dienst, und selbst der auch
hier geübte verschärfte Drill ("Entengang - Eeentengang!!")
und Liegestütze wurden meist als unvermeidliche Mühsal militärischer
Ausbildung hingenommen. LWH Hans K. erinnert sich aber noch mit Erbitterung
auch an als "Maskenball" bezeichnete abendliche Strafaktionen
eines Unteroffiziers, für die wir irgendeinen Anlass gegeben hatten,
und dass aus einem ähnlich nichtigen Anlass der Batteriechef D. die
ganze Batterie mit mehreren Stunden Infanterie-Dienst "beglückte"...
Nicht nur bei solchen Anlässen richtete sich die hoffnungsfrohe Erwartung
von uns z.T. noch nicht einmal 16-jährigen auf den nächsten
Kurz-Urlaub, der den LWHs etwa monatlich einmal gewährt werden sollte,
vorausgesetzt, Geschützbedienungen blieben in gefechtsfähiger
Zahl zurück. Ein solcher Kurzurlaub enthielt 2 Urlaubs- und zwei
Reisetage, so dass mit geschickter Auswahl des Reichsbahn-Fahrpläne
- wir durften auch Wehrmachts-Urlauber-Züge benutzen - man durchaus
mehr als 48 Stunden "Zuhause-Zeit" herausschinden konnte. Am
Dienstagmorgen zu Dienstbeginn musste man sich allerdings unter allen
Umständen wieder im Turm zurückgemeldet haben! Einmal im Jahr
würde es sogar einen 12 +2 Reisetage währenden Heimaturlaub
geben - aber der lag für uns Anfänger noch in weiter Ferne...
Meist während der Mahlzeiten im Kasino trafen wir auch auf LWH aus
Berliner Schulen, die aber ihren Dienst vorwiegend an den großen
12.8cm-Doppelrohr-Geschützen auf der oberen Plattform taten. Nicht
nur deswegen und wegen ihrer häufigen nächtlichen Einsätze
sahen sie auf uns Sachsen auf den umlaufenden Balkons mit den leichten
2 cm - Waffen herab; mehrfach titulierten uns welche als "Ihr sturen
Sachsen", womit sie wohl meinten, dass wir im Vergleich zu ihnen
viel zu brav und gehorsam alle Vorschriften befolgten, während sie
das Ganze deutlich lockerer betrachteten. Aber so brav waren viele Sachsen
gar nicht: Mit uns waren eine etwa gleiche Anzahl Schüler der Zwickauer
Oberschule nach Berlin gereist, die dann zusammen mit uns Gymnasiasten
auch in den gleichen Unterkünften wohnten. Erstaunt stellten wir
fest, dass deren Redeweise häufig mit ungeniert regime-kritischen
Ausdrücken gespickt war und sie über einen erheblichen Fundus
an so genannten "Flüsterwitzen" verfügten. Auch spielten
zwei von ihnen gern "Hitler und Mussolini treffen sich am Brenner",
indem der eine, oben auf einem Doppestockbett hockend, den Duce mimte,
mit römischen Gruß und drohend nach vorn gerecktem Kinn, während
vor dem Bett, ihm zugewandt, der andere stand, sich einen Kamm unter die
Nase haltend, mit der anderen Hand mit nach hinten über die Schulter
gebogenem Arm nach oben grüßend, den "Führer"
darstellte. Ein anderer war Meister in der Imitation des "Reichspropagandaministers"
, indem er hinkend nach vorn trat und genau in dessen westrheinischer
Sprachfärbung intonierte: "Und wiiiiieder (das r als ch gesprochen
wie in Rache) haben wiiir viiier Tonnnnän Viiiierfruchtmarmelaaade
an die Ost-Front ge-wor-fännn" ... Wir lachten und staunten
- dass es so etwas noch gab, 11 Jahre nach der "Machtergrrreifung",
wie Hitler das nannte. ER wurde allerdings auch unter uns mit einem angeblich
von ihm stammenden Ausspruch zitiert : "Die Deutsche Frau rrraucht
nicht", wenn einer jemanden beim heimlichen Rauchen ertappte, was
uns LWH ja streng verboten war, weshalb es nun hieß: "Derrr
doitsche Luftwaffenhelferrr rrraucht nicht...!"
Das "Batterie-Lied", das
beim Marschieren mehr gebrüllt als gesungen wurde, begann mit "Hoch
drooom, auf dem Beeerg, gleich unter den funkelnden Steeernen...",
womit ein Bezug zu unserer Geschützstellung, etwa 35 m hoch über
der Erde, hergestellt werden sollte; auch die "schwarzbraune Haselnuss",
ein Lied, das wir schon in der HJ zu singen hatten, ertönte zwischen
den beschädigten Baumstämmen des Humboldthains auf dessen Sportplatz,
obwohl der darin besungene Typ nicht gerade dem blond-blauäugigen
Ideal des "Dritten Reiches" entsprach.
Nachdem wir ordentlich "Grüßen"
gelernt hatten, durften wir zum ersten Mal unter Begleitung von zwei Unteroffizieren
das Turm-Gelände verlassen und marschierten durch einige Straßen
des Stadtteils Gesundbrunnen. Erschreckend waren die schon bis zum Winter
1943/44 angerichteten Zerstörungen, zu denen auch streckenweise aufgewölbte
und zerrissene Nebenstraßen gehörten, wenn eine Sprengbombe
die Kanalisation getroffen hatte. Ein großes Kino an der Ecke aber
war noch heil geblieben, und so durften wir einmal den Film "Der
weiße Traum" gemeinsam sehen - den mit dem Lied mit dem Luftballon:
"...stell Dir vor, er fliegt mit Dir davon...", was sich dann
auf "Illusion" reimte. Mancher wäre wohl schon damals ganz
gern "davongeflogen" - das ließ sich aber keiner anmerken..
Und an einem Sonntag führte man uns als Zuschauer auf einen nahe
gelegenen Fußballplatz, wo wir uns allerdings ziemlich langweilten.
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Mit
Stahlhelm und im "Übermantel" posieren hier die Wache
stehenden LwH Otto-F.M. und Hans K. auf der
2 cm Oerlikon , unserem Geschütz auf dem Balkon des G-Turms
Humboldt-hain im Februar 1944. Dahinter ist der Kran zu erkennen,
mit dem die Geschütze auf den Turm hinaufgehievt worden waren.
Der Sockel dieses Geschützes ist heute noch von der Aussichtsplattform
des Bunkerhügels im Humboldthain aus zu sehen!
Die Eisenstangen links und main sollten als "Rohrabweiser"
dienen, wenn sehr tief geschossen werden musste, damit nahe stehende
Gebäude nicht getroffen wurden.
Auf den Flak-Türmen am Zoo dienten solche Abweiser z.B. dazu,
die Figur auf der Siegessäule (von den Berlinern "Goldelse"
genannt) vor Treffern zu schützen.
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Zwei
Luftwaffenhelfer sonntags in Ausgehunifom im Humboldthain vor der
Kamera, in der Hoffnung, dass kein Fliegeralarm sie zurück
auf den Turm an die Geschütze ruft, und sehr bemüht, keinen
zu grüßenden Dienstgrad zu übersehen!
Fröhlich sieht er trotz seines "Aus-gangs" nicht
aus, der LwH Wolfgang W. ; der andere, LwH Otto-F. M., scheint sich
immerhin über die Frühlingssonne zu freuen und darüber,
dass er so häufig Feldpost-Briefe von seiner Freundin aus dem
heimatlichen Sachsen bekam und deshalb von den anderen Kameraden
beneidet wurde...
Als brave Sachsen tragen wir hier die vorgeschriebene Hakenkreuz-Armbinde
und haben auch den HJ-Rhombus nicht von der Mütze entfernt
- manche LwH hatten diesen sogar durch einen Luftwaffen-Adler aus
Blech ersetzt!
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Anfang März erst wurde schließlich
unser Jahrgang bei leichtem Schneetreiben in einem nahegelegenen Park
feierlich vereidigt. Wir standen im Karree angetreten um eine 2 cm-Vierlingswaffe
herum, die zu diesem Zweck von einem der Türme mit Hilfe des dort
installierten Krans heruntergelassen und hierher transportiert worden
war. Zwei LWH mussten eine Hand auf ein Rohr der Kanone legen, und alle
hatten einen Text nachzusprechen, den ich vergessen habe. Ich erinnere
mich nur, dass ich sehr gefroren habe, zumal wir wohl in "Ausgehuniform",
aber ohne Mantel dahin marschiert waren.
Ein Betreuungslehrer aus unserer
Schule wohnte ständig drüben im L-Turm, unterrichtete die Schüler
des Jahrgangs 1927 an einigen Vormittagen der Woche, und wir 28er stießen
nach der "Grundausbildung" dazu; der ganze Trupp wanderte zu
diesem Zweck mit je einem der massiven Holz-Hocker, die in unserer Unterkunft
die Sitzgelegenheiten darstellten, hinüber in den L.Turm, über
noch nicht ganz planiertes Gelände, wo main und links noch einige
Parkbäume ihr Leben fristeten, von Sprengbombensplittern beschädigt.
Der Unterricht konnte natürlich nicht die Ziele erreichen, die unserem
Schuljahr unter "normalen" Bedingungen zuhause gesteckt waren,
zumal er bei den immer häufigeren Einflügen auch bei Tage bei
Voralarm, bevor noch draußen die Sirenen heulten, sofort unterbrochen
werden musste, während wir, die Hocker auf dem Buckel, im Geschwindschritt
unserem G-Turm zustrebten, über eine der vier riesigen Wendeltreppen
empor eilten, um unsere 2 cm-Kanonen abzudecken und feuerbereit zu machen.
Zu Schuss gekommen sind wir allerdings
damit nie, konnten aber von unserem Balkon, auf dem die Waffen postiert
waren, die ersten Tages-Angriffe der USAF bestaunen, die am 4.u.6.März
1944 begannen, und wie die Bomberpulks gänzlich unangefochten von
der dichten schwarzen Flakwolke der ständig donnernden 12.8-Doppelrohre
aller drei G-Türme der Stadt ihr Ziel anflogen und glitzernde Schwärme
von Stabbrandbomben und einige Sprengbomben fallen ließen und nördlich
von uns einen gewaltigen Feuer- und Rauchpilz verursachten. Es wurden
von anderen zwei oder drei Treffer, also "Abschüsse" beobachtet;
der einzige von meinem Posten aus sichtbare Erfolg des tosenden Dauerfeuers
war ein herabsegelnder Fallschirm mit einem farbigen Soldaten daran, der
zum großen Hallo genau auf dem L-Turm landete. Dort hatte während
der November-Angriffe 1943 nachts eine Sprengbombe eine 2 cm-Einzelwaffe
zerstört; Soldaten und LWH waren aber zu ihrem Glück wenige
Minuten vorher ins Innere befohlen worden. Ihr Geschütz war vollständig
verschwunden, und der Betreuungslehrer StR. W. lieferte dann eine dramatische
Beschreibung dieses Ereignisses an die heimatliche Schule, da er fast
genau darunter in seiner Stube gesessen hatte und seine Stahlblende, offenbar
nicht richtig geschlossen, durch den Sog aufgerissen worden war...
Die großen Nachtangriffe der Engländer hörten Mitte Februar
auf; aber fortan suchten schnelle, leichte Bomber, die "Mosquitos",
häufig die schlafende Reichshauptstadt heim, und wir mussten natürlich
jedes Mal raus, um leise fluchend die Kanonen abdecken und dann untätig
das nächtliche Schauspiel hoch oben am Berliner Himmel zu betrachten:
Die zahlreichen Scheinwerfer, die bei klarem Himmel jedes einzelne Flugzeug
mit großer Präzision "auffassten" und dann immer
weiter zum nächsten reichten, die zuerst abgeworfenen, bunt-strahlenden
"Weihnachtsbäume", die wohl einen beginnenden Großangriff
vortäuschen sollten, die gewaltig knallenden Doppelrohre der 12,8
cm Geschütze über uns, rings um die silbern leuchtenden schnell
dahinziehenden Flugzeuge viele glitzernde Funken erzeugend, die von unten
aussahen, wie jene unseres Anzünders am heimischen Gasherd. Einen
Abschuss habe ich trotzdem nie gesehen, und die Bomber verschwanden jedes
mal rasch, nachdem jeder seinen "Wohnblock-Knacker" abgeworfen
hatte, der mit fürchterlichem Brausen irgendwo herunterkam, gefolgt
von einer gewaltigen Explosion - einmal doch so nahe, dass wir erschrocken
hinter der dicken Balkonbrüstung in Deckung gingen.
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| www.seniorennet-hamburg.de |
© 2001 Dr. Wolfgang Waldhauer
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