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Besuch Airbus-Werk in HH-Finkenwerder

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Besuch im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder

ice-werk

 

Im Frühling, am 23. März, luden wieder einmal Ingrid und Hans - Herbert Schulz zum Besuch des Airbus-Werkes auf der Elbinsel Finkenwerder ein. Wir hatten frühlingshaftes Wetter bei annähernd 0 Grad Celsius und Windböen, die diverse Regenschirme knickten. Einer der 35 Führer des Airbus - Werkes, Herr Mohr, teilte unsere 41 Mann starke Seniorengruppe in zwei gleich große Abteilungen und hängte jeden von uns einen roten und schwarzen Kälberstrick um, der mit einer Kennkarte versehen war. Dann ging es los mit dem Bus über das 400 Hektar große Gelände. Was uns sehr interessierte, die 60 m hohen Hallen, in denen das größte Passagierflugzeug der Welt, A 380 ausgerüstet und lackiert wurde, bekamen wir aus unergründlichen Gründen nicht zu sehen. Man munkelte etwas von Verkabelungsproblemen des Riesenvogels, aber das kennt ja ein jeder von uns, der schon einmal an seinem Auto herumgeschraubt hat. Irgendwelche undefinierte Schrauben und Teile bleiben schlussendlich übrig und es funktioniert dann doch. Das ist so, und obwohl das Fotografieren bei Todesstrafe nicht erlaubt war, sind doch irgendwie Fotos entstanden, fragt mich nicht wie.

dfvadZuerst sahen wir den obligatorischen Film, der uns die Geschichte und den tollen Erfolg dieser fantastischen Flugzeug-Produktionsfirma erklärte.
Also, die Flugzeuge bestehen aus, beim Airbus A 380, bis zu 3 Millionen 500 000 Teilen. Da sind natürlich jede Schraube und Niete mitgezählt worden. Eine der 2000 Nieten, die einen Flügel halten kostet 13,85 Euro. Ein A 380 kostet eine halbe Milliarde Dollar!!?? Bei diesen Preisen ist es mir unverständlich, dass ich mit meiner Frau für 29 Euro von Hamburg nach München fliegen konnte. Dafür bekommt man nur zwei Nieten.
Die Außenhaut eines Fliegers ist mal gerade 1,4 - 1,6 mm stark. Ich will niemand mit irgendwelchen Einzelheiten langweilen. Wenn man nicht gut im englischen parlieren kann, hat man als Flugzeugbauer keine Chance oder weiß jemand, was Final Assembly Hamburg oder Single Aisle und Long Range bedeutet? Ich auch nicht genau, aber irgendwas mit Endfertigung und Eingang Flugzeuge und größere Flugzeuge mit zwei Gängen im Passagierraum.
Tatsache ist, dass Airbus in Spanien und England, Frankreich und natürlich in Deutschland Werke hat, die wichtige Teile der Flieger den Endmontagelinien in Frankreich und Deutschland zuliefern. Das ist ein Teilekarussell und eine aufwändige Transporttouristik. In Großbritanien werden sämtliche Flügel gebaut und in Spanien werden Höhenleitwerke zugeliefert.
Im A 380 können bis zu 885 Menschen transportiert werden, die auch in 78 Sekunden angeblich das Flugzeug verlassen können, wenn es denn nötig wäre.
waeHier in Hamburg - Finkenwerder werden hauptsächlich die kleineren Flieger, wie A 319, A 321 in Serie gebaut. Da sind nun etwa 10 Flugzeugrümpfe ohne Flügel in einer großen Halle und rücken stündlich einen Meter vor. Dort wird die Hydraulik und Elektrik und sonstiges eingebaut, auf das beim Fliegen nicht verzichtet werden kann.

Airbus ist eine Tochtergesellschaft der Firma EADS und hat annähernd 53 000 Mitarbeiter weltweit. Das meistgebaute Flugzeug ist die A 320 und wird natürlich in Toulouse in Frankreich gebaut. Alle 4,5 Sekunden startet weltweit ein Airbus . Der längste Airbus ist der A 340 für 359 Passagier und 2012 soll der A 350 in Serie gehen, der eine Reichweite von 15 000 Kilometer haben soll. Die Airbusflieger halten bei guter Pflege mindestens 30 Jahre. In Afrika und in Kaukasien bis zu 50 Jahre. Hier in Hamburg werkeln bis zu 20 000 Mitarbeiter bei und für Airbus. Monatlich können 33 Flugzeuge in Hamburg ausgeliefert werden.
Angefangen hat es 1969 mit der Firma MBB. Da wurden solche Flieger wie Transall hier gebaut. In einer 400 m langenxb und 40 m hohen Halle wurden Flügel und Leitwerke, sowie Fahrwerke eingebaut.

Die Flugzeugrümpfe werden mit den Gestellhalterungen auf Luftkissen bewegt. Deshalb muß alles etwas sauberer als gewöhnlich sein, sonst könnte es hier sehr stauben.

Riesige Rupfteile hängen in einer anderen Halle wie grüne Speckseiten

von der Hallendecke und warten auf ihren Einbau in einen Flieger. Diese Teile wurden aus Nordenham zugeliefert. Ein LKW aus Großbritannien brachte gerade Teile für Flügel und Fahrwerke.
3rtg23Um zwei Uhr waren wir angemeldet und nach fünf Uhr kamen wir wieder aus dem Werk. Ausgekühlt und mit einem veritablen Schnupfen fuhren wir in überfüllten Bussen nach Hause. Die Gruppe mit Ingrid und Hans-Herbert Schulz waren schon auf und davon. Trotzdem möchten wir uns bedanken, über diese wirklich interessante Besichtigung. Ingrid und Hans-Herbert, ihr habt Euch wieder für das SnHH verdient gemacht.

 

Heiner Fosseck

 

Organisation: Ingrid Schulz, Bericht: Heiner Fosseck
Titelbild: Kurt Berger
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