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Besuch am Hamburg-Airport

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Besuch am Hamburg-Airport

triebwerk

Zur besten Siestazeit treffen sich kurz vor 14 Uhr die snhh-Netler am Hamburg Airport, um sich die Modellschau anzusehen und eine Vorfeld- Rundfahrt zu unternehmen.

Über diverse Treppen oder per Fahrstuhl erreichen wir den Raum oberhalb der Abfertigungsgebäude und werden von Herrn Manfred Schönhöbel begrüßt. In sehr launiger Form mit entsprechenden Bildern erläutert er uns die Geschichte des Flughafens:

Von der Einweihung 1911 auf einer Wiese in Fuhlsbüttel für die Abfertigung von Zeppelinen, über das erste hölzerne Propellerflugzeug, bis zum Neuanfang 1948 – die Pisten waren noch nicht asphaltiert, alles spielte sich auf grünem Rasen ab. Im Laufe der Jahre wurden die Landebahnen ständig verlängert, bis 1965 mit dem Ausbau der Landebahn nach Norderstedt der heutige Status erreicht wurde mit zwei Landebahnen und einer Fläche von 570 ha.

Als Weltflughafen kann Hamburg sich leider nicht bezeichnen – die schönste Stadt Deutschlands rangiert nach dem Passagieraufkommen an 5. Stelle. Auch wenn die Zahlen etwas anderes auszudrücken scheinen: 13.000 Menschen haben hier Arbeit, 170.000 Starts und Landungen gibt es jährlich und 12 Millionen Passagiere gehen durch die Gates.

Nach der Verdunkelung des Raumes erläutert uns Herr Schönhöbel die einzelnen Funktionen, erklärt uns die „Befeuerung“ des Flugfeldes und lässt einige Flugzeuge starten und landen. Es ist ein eindruckvolles Bild, wenn der Modellflughafen im Maßstab von 1:500 mit 5.000 Leuchtdioden in ein Lichtermeer verwandelt wird.

Es gibt übrigens ein weltweit einmaliges Phänomen in Hamburg: wenn sich viele Besucher auf den Aussichtsterrassen befinden, stoppt der Pilot den Landeanflug und wartet in der Luft und winkt, bis alle Fotos geschossen sind.

Im Dezember soll die Bauerei jetzt endlich ein Ende haben, die neue S – Bahn wird eingeweiht, das „Shopping Terminal“ wird eröffnet und die Parkpalette vor den Terminals soll auch fertig werden.

Ein kleiner Film zeigte uns, woran niemand von uns denkt, wenn er das Flugfeld betritt. Natur pur profitiert vom Umweltschutz auf dem Flughafen. Es gibt sogar einen Jagdbeauftragten für den Flughafen, der dafür sorgt, dass die ca.30 Vogelschläge pro Jahr gering bleiben und so wenig Vögel und Tiere wie möglich dort ihre Nester bauen. Dafür gibt es eine große Vielfalt von seltenen Pflanzen und sogar Bienenstöcke, die guten Honig liefern.

Nach der Vorführung eines Films über die Tier- und Pflanzenwelt auf dem Flughafengelände steigen wir wieder hinab, müssen alle Taschen, Pistolen, Messer etc. abgeben, eine Schleuse durchschreiten und werden mit Sensoren abgetastet (wir wollen doch nur in den Bus, nicht nach New York).

Im Bus begrüßt uns Herr Stefan Reither vom Besucherdienst, der uns in der nächsten Stunde sehr humorvoll alles erläutert, was sich auf dem Vorfeld abspielt.

emirates

Wir haben das Glück, dass eine Maschine von EMIRATES abgefertigt wird, eine Boeing 777 mit den größten Triebwerken: Durchmesser 4 m, Schubkraft pro Triebwerk schlappe 180.000 PS. Selbst der Airbus 380 erreicht nicht diese Werte – hat allerdings auch vier Triebwerke. 360 Pferde müsste man vor dieses Flugzeug spannen, um es zu ziehen, dagegen wirkt der kleine bunte Hamburg-Shopper, der gerade landet, wie ein Spielzeug.

Wir fahren an den 17 Fahrgastbrücken vorbei, hier werden ca. 50 % der Flugzeuge abgefertigt, der Rest immer noch auf dem Vorfeld.

Das Geschäftsfliegerzentrum schließt sich an mit einer eigenen Halle und einem Vorfeld, auf dem fast 50 kleine Flieger abgestellt werden können – die Limousinen der hohen Herrschaften dürfen direkt an die Flieger heranfahren!!

Ein sehr wichtiger Faktor ist die Lufthansatechnik. Hier werden die Verkehrsmaschinen gewartet, vom kleinen Check bis zum großen TÜV über 3 Monate, der mal eben 7 – 8 Millionen kosten kann. Außerdem werden hier Flugzeuge für Kunden oberhalb von Hartz 4 nach Wunsch mit allem ausgerüstet, was das Herz begehrt – von goldenen Wasserhähnen bis zur handgemachten, splitterfreien Klobrille. Für alle Interessierten: Die Maschine vom König von Jordanien steht in einer Halle zum Verkauf, sie ist so groß, dass der Schwanz im Freien wedelt, Anfangsgebot ab ca. 140 Mill. Euro. Wer bietet mehr??

Das Tanklager mit einem Fassungsvermögen von ca. 4 Mill. Litern wird ständig aufgefüllt, diese Menge reicht für ca. 4 Tage. Übrigens wird der Sprit ständig kontrolliert, damit die Qualität immer gleich bleibt.

Unser Gepäck durchläuft eine strenge Kontrolle. Sollte der Inhalt eines Gepäckstücks nicht einwandfrei identifiziert werden können, sind drei verschiedene Kontrolleure zur Stelle. Erst wenn das Gepäck niemandem zugeordnet werden kann, wird es im so genannten Simulationswall (eine 50 m lange Röhre) von einem Sandwall umgeben, gesprengt. Kommt aber selten vor!

Es war ein interessanter und spannender Nachmittag! Sogar unsere Taschen und Rucksäcke hatten den Aufenthalt im Tresor gut überstanden.

ansicht

Übrigens hat Walter recht, ein „Willkommen in Hamburg“ würde unserem Flughafen gut stehen.


Das war’s! Hoffentlich hat es allen gefallen! Bis zum nächsten Mal!

Ingrid und Hans-H.Schulz

gruppenbild
Organisation: Ingrid Schulz, Bericht: Ingrid und Hans Schulz
Bilder: Ingrid Schulz, Walter Kaspar-Sickermann
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