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Alice Chidiac: Über den Atlantik mit
MS "Costa Atlantica"

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Über den Atlantik mit MS "Costa Atlantica"

Alice mit Captain
Alice mit Kapitän

 

Transatlantic-Fahrt mit der Costa Atlantica vom 14.4.08 bis 29.04.08 = 5 301 Seemeilen


14.04: Anreise Hamburg-Paris-Punta Cana-La Romana (Dominikanische Republik

Die Reise war sehr anstrengend, allein Paris bis Punta Cana Nonstop 9 Stunden (Air France). Die Uhr musste 6 Stunden zurückgestellt werden, so dass die Ankunft dort um 20 Uhr war (nach meiner Uhr war es 1 Uhr nachts). Die Einschiffung ging reibungslos, ich bekam meine Innenkabine auf Deck 1 (gerade über dem Meeresspiegel). Die Kabine war groß, gut ausgeleuchtet und anstelle des Fensters war ein Bild. Wir bekamen auch noch ein Abendessen im Selbstbedienungsrestaurant, aber ich habe nur etwas Salat gegessen und dann ein kurzer Gang auf Deck 10, Meerluft geatmet, und dann schnell in die Koje.

Interessante Einzelheiten:

Wir sind jetzt bei den Kleinen Antillen.

Als Kleine Antillen bezeichnet man eine Inselkette in der östlichen Karibik, die sich von den Jungferninseln im Norden bis vor die venezolanische Küste im Süden erstreckt und zusammen mit den Bahamas und den Großen Antillen die Westindischen Inseln bilden. Auf der Landkarte sind es eine Reihe von kleinen Punkten. Fast alle diese Inseln sind vulkanischen Ursprungs.

Während der Kolonialzeit wurden diese Inseln heftig umkämpft von Engländern, Franzosen, Spaniern und Niederländern, die diese Inseln rücksichtslos ausbeuteten. Die Inseln wurden gerodet, um dort Zuckerrohrplantagen anzulegen. Da sich die Kariben, die dort lebten, weigerten, auf den Plantagen zu arbeiten und lieber starben als versklavt zu werden, wurden Sklaven aus Afrika herangeschafft, die dann das Zuckerrohr schneiden mussten. Als sich der Zuckerrohranbau nicht mehr lohnte, wurden die Inseln sind selbst überlassen, so dass sich auf dem fruchtbaren Boden sehr schnell eine Sekundärvegetation entwickelte. Heute sind 85 % der Einwohner farbig, die Nachfahren der befreiten Sklaven. Es gibt kleine Farmen für den eigenen Bedarf und immer noch gibt es Brotfruchtbäume, die immer noch das Grundnahrungsmittel der Insulaner sind. Diese Brotfruchtbäume wurden damals eingeführt, um als billiges Sklavenfutter zu dienen.

Haupteinnahmequelle ist der Tourismus. Fast jeden Tag kommt ein Kreuzfahrtschiff mit vielen Touristen, die dann Inselrundfahrten machen, so wie ich auch.

Von Deutschland aus gesehen beträgt die Zeitverschiebung zu unserer Sommerzeit -6 Stunden, zu unserer Winterzeit sind es immerhin noch -5 Stunden. Während der Fahrt über dem Atlantik wurden dann fast jeden Tag jeweils wieder eine Stunde wieder vorgestellt, so dass wir bei Erreichen von Madeira wieder unsere MEZ hatten.


15.4.: Catalina Island (Dominik.Rep.)

CatalinaKnapp 100 km von Santo Domingo liegt vor der Südostküste Hispaniolas die winzige Insel Catalina Island. Die Insel gehört zur Dominikanischen Republik und ist im Privatbesitz des Luxushotels "Casa de Campo". Das Hotel vermietet die Insel exklusiv an Costa-Kreuzfahrten. Die Gäste dieser Schiffe haben dann den ganzen Tag ihre „eigene“ Trauminsel.

Hier ist alles so wie man sich die Karibik vorstellt. Ein langer, weißer Sandstrand, von Palmen gesäumt und türkisblaues 30° warmes Wasser, dass zum Baden und Schnorcheln einlädt.

Das Schiff liegt auf Reede und Tenderboote fahren den ganzen Tag hin und her bis um 16.30 Uhr. Dann müssen alle wieder an Bord sein.

Am Vormittag erledige ich an Bord die üblichen Formalitäten, Kreditkarte registrieren, denn an Bord wird nicht bar bezahlt, Ausflüge buchen und dergl. Um 14 Uhr entschließe ich mich zu einer Stippvisite auf der Insel. Es ist sehr heiß und ich suche mir ganz schnell einen schattigen Platz unter einem Baum. Zu einem Bad kann ich mich nicht entschließen. Ich bin noch so müde von der Anreise.

16.4.: Tortola (British Virgin Island)

TortolaTortola ist mit etwa 54 Quadratkilometern die größte Insel der Britischen Jungferninseln. Sie ist circa 20 Kilometer lang und fünf Kilometer breit. Die meisten der 14.000 Einwohner leben in der Hauptstadt Road Town, die über einen internationalen Flughafen verfügt.

Für die Inselrundfahrt werden offene Safaribusse eingesetzt, weil die Straßen ziemlich eng sind. Mir war der Bus zu eng, meine Knie haben gelitten.

Während der Fahrt werden uns die schönsten Aussichtpunkte gezeigt, besonders die Küste der relativ schmalen Insel mit Ausblicken auf das Meer bzw. auf das Hauptstädtchen Road Town. Dann werden wir zur Cane Garden Bay gefahren. Hier ist ein zweistündiges Baden in der karibischen See vorgesehen. Wir bekommen einen Rumpunsch, das Nationalgetränk auf diesen Inseln, eine Steelband begrüßt uns mit Musik und nun dürfen wir ins Wasser. Ich gehe aber nur mit den Füßen ins Wasser, das lauwarm ist, und suche mir bald einen Sonnenschirm, denn die Sonne brennt gewaltig. Ich muss aufpassen, dass ich keinen Sonnenbrand bekomme, einige weniger vorsichtige Gästen kamen ziemlich rot geröstet wieder zum Bus. Ich habe unter dem Sonnenschirm sitzend eine Pina Colada geschlürft, ein Icy Drink wie mir die Verkäuferin erklärte, und die Badenden beobachtet. Dann wurden wir wieder zurück zum Schiff gebracht.

17.4.: Antigua

AntiguaSaint John's ist die Hauptstadt des Inselstaates Antigua und Barbuda in der Karibik. Sie befindet sich im Nordwesten der Insel Antigua an einer Enge des Karibischen Meeres. In Saint John's leben 25.150 Einwohner.

Im 18. Jahrhundert war die Stadt das Hauptquartier für den auf den Antillen stationierten Teil der englischen Flotte. 1981 wurde Saint John's die Hauptstadt des neu gebildeten unabhängigen Staates Antigua und Barbuda.

Die Insel ist immer noch "very british".

Auf dieser Inselrundfahrt erfahren wir etwas über die Geschichte der Insel, die sehr turbulent war. Wir fahren durch St. John's, durch das Inselinnere und zu kleinen Ortschaften an der Südküste. Am Nelson's Dockyard kann man noch die Ruinen des Forts besichtigen und auch wo früher mal Schiffe für die königliche Flotte gebaut wurden. In der Admirals Inn bekommen wir den obligaten Rumpunsch. Dann geht es zurück nach St. John's, wo wir noch einen kleinen Bummel durch die Hauptstraße machen können.

18.4. St. Lucia (ausgesprochen Luuuscha)

St. LuciaAmtssprache Englisch, Staatsform Parlamentarische Monarchie ,

Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II.

Saint Lucia ist ein unabhängiger Inselstaat im Commonwealth of Nations..

Ihr Hauptmerkmal sind die bewaldeten Berge, die sich von Nord nach Süd erstrecken und von Flusstälern durchschnitten sind. Die Twin Pitons , die 800 m steil aus dem Meer aufragen, sind das Wahrzeichen der Insel.

Hauptstadt und größte Stadt des Landes ist Castries. Die Küstenlinie hat eine Länge von 158 km. Die Insel ist an ihrer längsten Stelle 43,5 km lang und an ihrer breitesten Stelle 22,5 km breit.

Auch hier nehme ich an einer Inselrundfahrt teil, die zunächst eine kleine Stadtrundfahrt durch Castries ist (hübsche gepflegte Häuser mit englischem Garten voller Blumen). Die Fahrt geht rauf und runter mit vielen Serpentinen durch üppiges Grün bis zur Marigort Bay. Hier werden wir mit der Fähre hinübergesetzt zur Doolittle Beach. Hier gibt es den obligaten Rumpunsch und es kann gebadet werden (aber nur 30 Minuten). Ich verzichte und trinke lieber in Ruhe und im Schatten den Rumpunsch und schaue hinaus auf die Bucht. Dann werden wir wieder zum Schiff gebracht.

19.4.: Martinique

MartiniqueMartinique ist ein französisches Überseedépartement (Départements d'Outre-Mer / DOM) und vollintegrierter Teil des französischen Staates und damit auch Teil der Europäischen Union. Daher ist der Euro das Zahlungsmittel.

Martinique liegt zwischen dem karibischen Meer und dem Atlantischen Ozean 25 km südlich von Dominica und 37 km nördlich von St. Lucia. Die Insel hat eine Länge von 73 km und eine Breite von 39 km. Die Küstenlinie ist zirka 350 km lang. Die Insel ist bergig. Im Norden der Insel liegt der Vulkan Montagne Pelée, der eine Höhe von 1.397 m hat. Am 8. Mai 1902 brach der Vulkan aus. Der Ausbruch hatte mehr als 30.000 Tote zur Folge, die meisten in Saint-Pierre, der damals wegen der guten Reede wirtschaftlich bedeutendsten Stadt von Martinique.

Hauptstadt ist jetzt Fort-de-France, wo wir auch anlanden. Es folgt die obligate Inselrundfahrt. Eine vierspurig ausgebaute Straße verbindet Fort-de-France mit den nördlich und südlich gelegenen Gemeinden. Viele Straßen sind sehr kurvig mit teilweise starken Steigungen. Wir fahren in das Hinterland in nördlicher Richtung. Die kleine Kirche von Balata ist eine Miniaturausgabe von Sacre Coeur in Paris. Es ist hier eben alles sehr französisch. Die Fahrt geht weiter und wir besichtigen eine Rum-Brennerei. Zuckerrohr wird angeliefert, gewaschen und zerkleinert. Diese Masse wird dann ausgepresst. Der Saft wird eingedickt, fermentiert und destilliert. Fertig ist der Rum!

Im Verkaufsraum gibt es eine Degustation der verschiedenen Rumsorten und wir sind danach alle sehr kauffreudig. Weiter geht die Fahrt durch den Regenwald mit üppiger Vegetation. In St. Pierre haben wir einen längeren Aufenthalt. In einem Museum werden wir über den Vulkanausbruch von 1902 informiert. Die Stadt ist danach nur zum Teil wieder aufgebaut worden.

Dann fahren wir über die Küstenstraße wieder zurück zum Schiff.

20.4. bis 25.4 - Auf See -

auf SeeWir fahren jetzt über den Atlantik in Richtung Europa. Es war immer sonniges Wetter und die See nur leicht bewegt. Nun habe ich genügend Zeit, mich von den anstrengenden Inselrundfahrten zu erholen und mich gründlich um das Schiff zu kümmern. Die Tage waren nicht langweilig, es war immer etwas los. Die Animateure waren im vollen Einsatz. Ich habe an diesen zumeist dummen Spielen nicht teilgenommen.

Das Schiff ist 326 m lang, die Promenade auf Deck 10 war 2 x 300 m lang. Wenn ich fünfmal rumgelaufen bin, waren das auch 3 km. Während meiner Spaziergänge schaute ich dann hinunter auf Deck 9, wo das Leben "tobte". An den Spielen haben aber nur wenige Gäste teilgenommen, die meisten lagen regungslos den ganzen Tag auf ihren Liegen und brutzelten in der Sonne.

Am PoolAuf Deck 9 waren 2 Jacuzzis und 2 Swimmingpools und jede Menge Liegestühle und das Selbstbedienungsrestaurant, das hauptsächlich von den deutschen Gästen besucht wurde. Das ging schnell und dann wieder auf die Liege, bloß keinen Sonnenstrahl verpassen.

Ich habe fast jeden Nachmittag das warme Sprudelbad genossen (ca. 30 Minuten) und auch im Swimmingpool habe ich mich getummelt.

Die zentrale Halle befand sich in der Mitte des Schiffes auf Deck 2, ging aber hoch bis Deck 10. Gläserne Fahrstühle summten auf und ab. In dieser Halle waren der Service Counter, wo man ggf. Wünsche oder Reklamationen loswerden konnte, sowie der Schalter, wo man die Landausflüge buchen konnte. Drumherum viele Sessel mit Tischen und viel güldene Dekoration, ein Wasserbrunnen in der Mitte.

An dieser Halle schlossen sich an einige Bars, ein Spielcasino, das Hauptrestaurant im hinteren Schiff und das Theater im vorderen Schiff. Auf Deck 3 war die Shopping Mall mit diversen Geschäften, die ich aber nur selten besuchte.

Im Restaurant hat man abends zugeteilte Plätze. An "meinem" Tisch waren wir sieben Frauen und wir haben uns gut unterhalten. Mittags war im Restaurant freie Platzwahl und die Kellner führten mich zu einem noch leeren Platz. Dadurch hatte ich immer neue Gegenüber und habe interessante Gespräche geführt. Es waren mal Franzosen, mal Italiener, Gäste aus der Schweiz und Luxemburg, nur wenig Deutsche. Ich konnte nach dem zweiten Tag und nach dem zweiten Glas Wein fast wieder fließend französisch oder italienisch parlieren, verstanden habe ich sie schon am ersten Tag, aber es fehlten mir die Worte für eine Antwort.

Nach dem Dinner gab es jeden Abend eine Show im Theater. Ich habe nichts ausgelassen. Danach bin ich noch mal auf Deck 10 gefahren, um auszulüften. Dann war schon wieder Schlafenszeit. Das Schiff vibrierte nur ganz leise, ich fühlte mich wie in Abrahams Schoß.

Je näher wir Europa kamen, desto kühler wurde es. Die Liegestuhlmenschen bekamen eine Wolldecke, ich musste bei meinen Spaziergängen meinen Anorak anziehen. Aber das Meer glitzerte in der Sonne und nachts bei Vollmond war es romantisch.

Am fünften Tag sehnten wir uns wieder auf was Grünes an Land, fünf Tage nur Meer und sonst nix mehr waren genug.

25.4. :Madeira

Blumen auf Madeira

Madeira (vom portugiesischen Wort madeira „Holz“) ist eine portugiesische Insel etwa 1.000 km südwestlich von Lissabon und 700 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean. Sie gehört mit der kleineren Insel Porto Santo und zwei unbewohnten kleineren Inselgruppen, den Ilhas Desertas und den Ilhas Selvagens, zur Inselgruppe Madeira, die die autonome Provinz Madeira bildet. Als Teil Portugals gehört Madeira zum Gebiet der Europäischen Union.

Madeira-Archipel ist durch einen Hot Spot entstanden. Die Insel ist nur das oberste Viertel des gesamten Vulkansystems. Die Klippen fallen unter der Wasseroberfläche bis zu 4.000 m bis zum Meeresgrund ab.

Wir erreichten den Hafen von Funchal , der Hauptstadt von Madeira, um 12 Uhr

Den ganzen Vormittag haben wir sehnsüchtig nach Land Ausschau gehalten. Um 17.30 Uhr sollten alle wieder an Bord sein. Ein kurzer Aufenthalt.

Ich hatte den Ausflug "Monte und Camacha" gebucht. Mit der Seilbahn fuhren wir hinauf zum Monte (660 m hoch) und hatten herrliche Ausblicke auf Funchal und der tropischen Vegetation. Nach einem kurzen Spaziergang entlang von subtropischen Gärten erwartete uns der Bus und wir fuhren in steilen Serpentinen wieder nach unten. In Camacha gab es einen 30-minütigen Aufenthalt, weil in diesem Ort verschiedene geflochtene Artikel angeboten wurden. Ich kaufte mir auch ein kleines geflochtenes Souvenir. Es war auch noch Zeit für eine Tasse Kaffee.

Dann hieß es wieder einsteigen und die Fahrt ging hinunter bis nach Funchal. Dort hatten wir Aufenthalt in einem Kunsthandwerksgeschäft, wo eine Ausstellung von Handarbeiten zu besichtigen war. Dort bekamen wir auch verschiedene Weinproben des berühmten Madeira-Weins. Da dieser Tag Nationalfeiertag war, waren leider die Markthallen geschlossen. Vor den Toren saßen einige unermüdliche Frauen und boten uns Blumen an. Die schön drapierten Blumen gaben uns eine Idee, wie interessant es hätte sein können, durch die Markthallen zu gehen. Es sollte nicht sein.

Wir kamen wieder rechtzeitig zur Einschiffung. Während des Abendessens legte das Schiff ab und verließ Madeira. Schade, ich wäre dort gern länger geblieben. Aber ich komme bestimmt da nochmal hin.

26.4 und 27.4. - auf See -

Kurs Richtung Mittelmeer, das Schiff passiert die Straße von Gibraltar in der Nacht von Samstag auf Sonntag, ca. 0.20 Uhr, aber da liege ich schon in der Koje.

Am 26.4. lädt der Kapitän Giancarlo Cha zu einem Gala-Cocktail aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Costa-Kreuzfahrten ein, anschließend ist ein Gala-Abend angesagt mit großem Gala-Essen, dass das Abschiedsessen sein soll. Zum Schluss gibt es die obligate Eistorte mit viel Musik und kleinen Feuerwerken (à la Traumschiff). Wir sind alle festlich gekleidet und lassen uns verwöhnen, aber ein bißchen Wehmut ist doch schon dabei, denn bald sind wir in Savona und müssen das Schiff verlassen.

28.4. Barcelona

BarcelonaNoch einmal können wir einen Landausflug machen. Da ich bereits mehrmals in Barcelona war, entscheide ich mich für den Ausflug "Barcelona im Rhythmus des Flamenco". Flamenco gefällt mir immer!

Der Bus fährt durch die Stadt. Wir schauen rechts, wir schauen links. Es ist ein starker Verkehr, daran muss man sich erst wieder gewöhnen. Bei der Kathedrale "La Sagrada Familia" dürfen wir aussteigen, Das Bauwerk wird uns ausführlich erklärt.

Die Sagrada Familia ist eines von Gaudis berühmtesten Werken in Barcelona. Sie ist ein gigantischer Sakralbau, der seit 1882 (kein Tippfehler!) in Bau ist und in etwa 30 - 80 Jahren fertig gestellt werden soll.

Bis zu seinem Tod im Jahre 1926 hat Gaudi eine aktive Rolle bei den Konstruktionsarbeiten an der Sagrada Familia gespielt. Oftmals hat er solange Änderungen angemahnt und durchführen lassen, bis es genau seinen Vorstellungen entsprach. An dem Gebäude wird permanent gearbeitet.

Eine Weiterführung des Bauwerks durch zeitgenössische Architekten ist eine besondere Herausforderung, da die tragenden Steine alle eine unregelmäßige Form besitzen.

Danach werden wir zum Pueblo Espanol gefahren. Das spanische Dorf wurde als Modell eines iberischen Dorfes gebaut. Die etwa 116 Rekonstruktionen von Häusern, Straßen und Plätzen sollen die charakteristischen Bauwerke jeder einzelnen Provinz darstellen. In der Tablao de Carmen können wir bei Sangria die Tänzer und Tänzerinnen beim Flamenco bewundern. Das hat mir sehr gefallen.

Dann geht’s im großen Bogen wieder zurück zum Schiff.

Am Nachmittag muss gepackt werden. Jeder Gast bekommt Kofferanhänger in

einer bestimmten Farbe. Das soll das Ausschiffen und Koffer suchen erleichtern. Ich habe einen roten Kofferanhänger. Die Koffer müssen bis 1 Uhr nachts vor die Kabine gestellt werden, damit sie in dem Lagerraum nach Farben sortiert zwischengelagert werden können.

Ein letztes Dinner, ein letzter Besuch im Theater, ein letzter Spaziergang an Deck, eine letzte Nacht in der Kabine...

29.9.: Savona

Wir müssen die Kabinen bis 8 Uhr räumen, damit sie gereinigt werden können für die neuen Gäste, die am Nachmittag einschiffen werden.

Da ich zu den "Roten" gehöre, soll ich mich um 8.45 Uhr in der Piazza Madam Butterfly einfinden. Wir werden aufgerufen und sollen das Schiff mit unserem Handgepäck verlassen. In einer großen Halle stehen die Koffer, nach Farben sortiert, so dass ich meinen Koffer schnell finde. Dann zum Ausgang und zum Bus nach Mailand. Die zweistündige Fahrt durch die italienische Landschaft ist interessant. Es muss da heftig regnet haben, viele Felder stehen unter Wasser.

Im Flughafen muss ich bei Lufthansa einchecken.

Der Flieger startet um 13.35 Uhr und ist um 15.35 Uhr in Hamburg. So eine kurze Flugzeit lasse ich mir gefallen.

Eine Taxe bringt mich nach Hause. Nun ist endgültig Schluss mit dieser wunderbaren Kreuzfahrt!



Bericht: Alice Chidiac,, Bilder: Alice Chidiac Pfeil aufwärts
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