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Berichte der MitgliederBesuch des SNHH im XXL plus |
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Besuch im XXL Briefzentrum 20 |
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Besuch des SNHH im XXL plus Briefzentrum 20 |
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Über 4 Millionen Briefsendungen können in der 240 m langen und 6o m breiten Halle an der Plöner Straße in Altona täglich angenommen, sortiert, codiert, geprüft, gestempelt, wieder sortiert und noch einmal sortiert und dann an 30 Standorte in Hamburg mit 1000 Zustellbezirken ausgeliefert werden. Die Sendungen werden durch ebenso viele Briefträger an die 965 000 Hamburger Haushalte ausgeliefert und bereits nach der „Gangfolge“ der Zusteller sortiert. Unser Briefträger braucht seine Briefe im Postamt nicht mehr selbst zu sortieren. Diese Erleichterung gibt es seit 1995. Das erfuhren über 20 Damen und Herren des Seniorennet-Hamburg am Dienstag, den 26. Februar von dem stellvertretenden Leiter des größten Briefzentrums der Deutschen Post, Herrn Policke und seinem Kollegen, Herrn Lorenz.
Ein Mann hat genug zu tun, mit einem Rollstempel die dicken übergroßen Briefe zu entstempeln und in gelbe Satten zu werfen. Über unseren Köpfen rücken in endlosen Reihen auf Förderbändern diese gelben Postbehälter mit den Maxibriefen vor, die vorher an einer der Maschinen mit einer Leistung von 1.100 Sendungen per Stunde codiert wurden. Vor uns eine Großbriefanlage mit vielen kleinen Holztabletts, die die dicken Briefe nach Codierung der Postleitzahl (die ersten 2 Stellen) in die 82 jeweiligen richtigen Fächer abkippen. Dann wieder große Briefaufstell- und Stempelmaschinen für die Standardbriefe zur Erkennung der Freimachung (einschließlich Echtheits-Überprüfung der Briefmarken), Ausrichten der Briefe in eine einheitliche Lage und Stempelung mit dem Tagesstempel. Danach sausen unsere Briefe mit 1o cm Abstand in eine Anschriftenlesemaschine, wo die Adresse fotografiert und anschließend mit einer orangen Codierung versehen wird, die wir auf all unseren Briefen finden. Nun erst sind die Briefe maschinentauglich lesbar und können weitersortiert werden. Am Ende der Halle werden die Standardbriefe von 6 Feinsortierungs- Maschinen sortiert und für den Briefträger hergerichtet. Diese Maschinen schaffen 33. 000 Briefe in der Stunde. Daneben ist schon eine neue Anlage in Betrieb, die 40 000 Briefe verkraften kann. Zum Abschluß konnten wir noch den Abtransport der Kisten sehen, die in endloser Folge über Förderbänder an uns vorbeisausten. Auch hier wird über Video alles gesteuert und ein einziger Fehlgriff würde die Anlage zum Stoppen bringen.. In drei Schichten wird rund um die Uhr hier in der großen Halle des Briefzentrums gearbeitet. Die Frühschicht bearbeitet Infopost und Kataloge und Büchersendungen. Die Spätschicht von 14.30 Uhr bis 22 Uhr sortiert, wie beschrieben die eingehenden Sendungen und die Nachschicht verteilt die von den anderen Briefzentren angelieferten Sendungen auf die Zustellbezirke. Die Auslieferung der sortierten Briefe in die anderen Städte erfolgt per LKW (nichts geht mehr mit der Bahn) bzw. per Flugzeug, bis 4 Uhr müssen die Sendungen in den Briefzentren sein. Noch geht eine Frachtmaschine ab Hamburg, ab April wird alles über den Flughafen Hannover abgewickelt – obwohl die Nachtflugerlaubnis für Hamburg unbegrenzt gilt. 14,50 Euro Stundenlohn bekommen die Mitarbeiter. Ein guter Lohn, wenn man bedenkt, dass Mitbewerber erst gesetzlich verpflichtet werden mussten, 7,50 Euro Stundenlohn zu bezahlen. Aber dafür wird auch überprüft, ob auch jede Mitarbeiterin ihre geforderte Leistung erbringt. Ein aufreibender Knochenjob. Es werden überwiegend weibliche Mitarbeiter beschäftigt, von denen viele in Teilzeit von 4 – 5 Stunden arbeiten. Bei der erheblichen Geräuschkulisse und im Sommer ohne Klimaanlage ist eine längere Arbeitszeit auch kaum zumutbar. Zu erwähnen wäre noch, dass völlig unzustellbare Sendungen, gleich welcher Größe, in einem Briefzentrum in Marburg gesammelt werden. Dort lagern sie ca. ½ Jahr, bevor sie vernichtet werden. Wir waren seit Jahren die erste private Besuchergruppe im größten Briefzentrum der Bundespost. Ingrid Schulz hat uns diesen außergewöhnlichen Besuch im Briefzentrum ermöglicht. Dafür herzlichen Dank.
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| Bericht: Ingrid und Hans-H. Schulz, Heiner Fosseck Bilder: Nikolaus Johann, Peter Lührs, Heiner Fosseck |
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Webmaster: bkaiser(at)bernie-hamburg.de |
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18.01.2010 |
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