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Uschis und Heiners China/Tibetreise, Teil 2 :

Kumming-Stadt des ewigen Frühlings

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Kumming - Stadt des ewigen Frühlings

kumming

 

Dass man, nachdem wir seit Hamburg nicht geschlafen hatten, nun in diesem herrlichen Hotel in Shanghai wie ein Toter in Orpheus Armen gelegen hätte, war weit gefehlt. Die ganze Nacht im Bett herumgewälzt und um zwei Uhr hellwach und, kurz bevor um 5.30 Uhr der Weckdienst läutete, war man endlich eingeschlafen. Schnell unter die Dusche und dann mit voller Ausrüstung zum Inland- Flughafen Hongqiao, 15 Kilometer vor der Innenstadt von Shanghai.

Statt Frühstück bekamen wir in einer braunen Tüte ein kärgliches Mahl mit. Wasser, trockenes Brot und einen Apfel.

Kumming liegt in Yunan, 2000 Meter hoch und hat ein mildes Klima. Viele Blumen blühten auch jetzt im Herbst noch in der Stadt.

Hier mussten sofort diverse Regenschirme gekauft werden, denn es goss in Strömen. Nach dem wir unser neues Hotel in Kumming bezogen hatten, fuhren wir mit dem Bus in die Westberge. Hier oberhalb des Dianchi-See hätte man eine traumhafte Aussicht gehabt, wenn nicht gerade dicker Nebel gewesen wäre. Viele fuhren mit den Elektrokarren oder mit der Seilbahn den Weg hinauf zum Drachentor, dem Taihua-Tempel und zum Tempel des Blumenpavillions. Das war ein heroischer Anstieg an der steilen Bergflanke empor. Wenn uns eine Horde Touristen entgegen kam, drückten sie uns an das Geländer. Gott sei Dank konnten wir wegen des Nebels nicht in die Abgründe sehen. In einem Tempel war eine Steinschildkröte mit einer Schlange, wenn man die ohne Unterbrechung streichelt, wird man ein langes Leben haben. Ich wurde von Jemanden weggeschubst. Das wird wohl nun nichts mehr mit dem langen guten Leben. Anschließend besichtigen wir noch das Huating-Kloster unweit des Busparkplatzes. Wir sollen um Himmelswillen nicht auf die Schellen am Tempeleingang treten, denn dann würden alle bösen Geister geweckt.

Am nächstem Tag fahren wir auf einer neuen Autobahn zum Steinwald. Die Autobahn führt am großen Dian-See entlang und versaut den Anliegern die Aussicht.

120 Kilometer von Kumming entfernt liegt der grandiose Steinwald. Hier war Massenauftrieb von Leuten, die die gleiche Idee der Besichtigung der bizarren Kalkfelsformationen hatten , die vor 20 Millionen Jahren ein längs verschwundenes Meer geformt und zurückgelassen hatte. Bloß bei der Gruppe bleiben, denn in diesem Wegegewirr zwischen den vielen Felsen ist wohl schon manch einer verirrt. Sehenswert waren auch junge Sani-Damen, eine ethnische Minderheit in hübschen Trachtenkleidern. Die unverheirateten Mädchen haben eine bunte Kappe mit 2 Hörnern auf.. Die verheirateten Damen gehen uns ja auch nichts an. Gegessen wurde in einem nahem Restaurant. Chinesisch und mit Stäbchen. Aber das kannten wir ja schon. Praktisch, daß nebenan ein Künstler seinen Showroom hatte und uns auf Büttenpapier glückselige Sprüche mit einem langen Pinsel malte. 1940 war ein Jahr des Drachen wurde mir mitgeteilt. Na ja, besser als Ratte oder Schlange. Gekauft wurde auch und mancher hat wunderbare Tuschezeichnungen erstanden.

Abends in der quirligen Innenstadt nach dem Abendessen in einem typischen Chinarestaurant haben wir uns angesehen, wie das junge China seine Freizeit verbringt. In einer Automatenhalle a la Las Vegas amüsierten sich das junge Volk. Wenn das Mao wüßte. Eine große Rolle mit Glückssprüchen erstand ich auf der Straße. Ich habe den Händler glücklich gemacht. Diese Rolle erwies sich für meinen Koffer als zu breit und wurde am nächsten Morgen schnöde im Hotelzimmer zurückgelassen. Endlich mal gut geschlafen.

Heiner Fosseck

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