| Spargelessen 2005 | |
Am 20.
Mai in Timo. 11 Kilo Spargel weiß aus Bruchsal. 10 Kilo neue israelische
Kartoffeln. 1 Kilo Butter und 3 Kilo geschnittener Schinken von Abrahams
wurden heute von 23 Hamburger Senioren beim Spargelessen in dem Timotheus-Gemeindehaus
in Horn vertilgt. Offensichtlich hat es allem gemundet und das ist auch
gut so, denn es gab auch kaum Reste.Ein jeder hat geholfen. Die Kartoffeln wurden in Nullkommanichts geschält. Gemütlich bei Kaffee und Keksen am runden Tisch sitzend, während ein Trupp von Damen in der winzigen Küche den Spargel schälten und unter Mühen die Kartoffeln und den Spargel weich kochten, was nur in Etappen gelang.Die kleinen Elektroherdplatten waren den riesigen 20 Liter Töpfen mit Spargel nur begrenzt gewachsen.Endlos lang dauerte es,bis endlich die erste Fuhre Spargel und Schinken auf den Tisch kam,der sofort vertilgt wurde. Anni Stemm bekam vom Spargel nichts ab und mußte ausharren,bis der nächste Spargel gar war. Während wir gesittet leise unser Essen einnahmen,wurde im Erdgeschoß eine Hochzeit mit großem Baßgewummer gefeiert. Die Braut und andere Jungfrauen waren ein höchst erfreulicher Anblick und ließen mit ihren Reizen nicht geizen. Es waren rege Unterhaltungen im Gange und als es auf 21 Uhr ging, löste sich unsere Gesellschaft,nachdem noch einmal Kaffee gereicht wurde, auf. Eigentlich wollten doch einige von uns zum Feuerwerk des Japanischen Kirschblütenfest an der Alster. Das begann aber erst um 22.30 Uhr und ich habe den Verdacht,daß da die Meisten von uns schon im Bett lagen. Auch meine Frau war nicht zu bewegen,dieses herrliche Feuerwerk sich anzusehen. Sie wäre viel zu müde. Aber kaum war sie zuhause, wurden doch in der Küche die Spargelschalen ausgekocht,denn die ergäben doch eine herrliche Spargelcremesuppe. Ich dachte an die schlechte arme Zeit kurz nach dem Kriege,da durfte ja auch nichts umkommen. |
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| Text: Heiner Fosseck | Fotos: |