| Arendsee in Sachsenanhalt Oktober 2005 | |
Kaum
hatte ich mich vom Nachtleben ;-) erholt, musste ich am Sonnabend schon
ganz früh raus aus den Federn (Federn habe ich eigentlich nicht, sondern
nur eine allergiearme Ökobettdecke), na immerhin ich musste früh
aufstehen, denn schon um 8 Uhr fuhr vom ZOB die Wanderfahrt des Reiserings
Hamburg nach Arendsee in Sachsen-Anhalt los. Es war ein wunderbarer Tag,
ein wahrlich goldener Oktober. Inzwischen habe ich gehört, dass es
in Hamburg geregnet hat. Wir hatten Glück.Der Bus setzte uns irgendwo im Wald aus und wir wanderten 8 km nach Zwiesau am Arendsee. Der herbstliche Wald leuchtete in allen Farben, es war ein Genuss! In einem Restaurant in Zwiesau nahmen wir unser Mittagsmahl ein, das der Wanderführer vorher telefonisch bestellt hatte (wie kamen wir eigentlich früher ohne Handy aus!). 30 Personen bestellten Maräne, frisch gefangen aus dem Arendsee. Ich hatte Angst vor den Gräten und bekam ein Schnitzel mit Waldpilzen, die wohl auch vorher gesammelt wurden (es ist dieses Jahr ein Plilzjahr). Danach der zweite Teil der Wanderung, halb um den Arendsee (ganz rum sind es 16 km und das war nicht zu schaffen). An einem vorher abgesprochenen Platz wartete der Bus auf uns. Wie das alles klappte, wir waren voller Bewunderung. Ich war am 1.5.1990 schon mal am Arendsee, damals noch mit der Jugendherbergswandergruppe. Endlich durfte auch das Sperrgebiet erwandert werden. Es war alles noch sehr urtümlich, keine Gaststätte weit und breit. Ein Fischer hatte eine selbst gebaute Räucherkammer und verkaufte uns frisch geräucherte Maränen. Wir konnten uns nur auf wackelige Campingstühle setzen. Die Jugendherberge war in einem schlechten Zustand. Trotzdem denke ich noch gern daran, wie wir auf Trampelpfaden um den See gewandert sind, abends bei Vollmond hörte ich zum ersten Male Nachtigallen (Mehrzahl!!). Wie hat sich das in den 15 Jahren verändert! An den See kamen wir nur an einer Stelle ran, die als Badestelle eingerichtet wurde mit viel Comfort. Viele Bungalows wurden gebaut und viele Zäune gibt es nun. Auch viele Bootsanlegestege für die Jachten der Wohlhabenden. Aber rund um den See ist ein gepflegter Wanderweg angelegt, das war wohl früher mal der Patrouillenweg der NVA. Wir hatten viele schöne Ausblicke auf den See, über uns flogen und kreischten die Wildgänse, es war schön. Also wenn mal jemand einen Urlaub machen will am Arendsee. Es gibt dort inzwischen Hotels und Restaurants und auch sonstige touristische Annehmlichkeiten. |
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| Text: Alice Chidiac | Fotos: |