Besuch bei Möller-Wedel International

 

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Heute am 20. September haben 12 Mitglieder des SnHH die Firma Möller-Wedel besichtigt. Organisiert hatte das wieder einmal unser Nikolaus Johann.

Möller in Wedel? Nie gehört. Was machen die denn ? Dabei gibt es die Firma  seit 142 Jahren in Wedel. Gegründet wurde sie 1864 von einem Malergesellen Namens Johann Dieter Möller. Es war die erste eingetragene Firma in Wedel.
Die Mikroskope der Firma Möller, die seit 1984 zu dem Schweizer Konzern Haag-Streit gehört, begegnen uns  nicht nur beim Augenarzt, wenn mit dem Phoropter die Sehschärfe gemessen oder beim Zahnarzt, wenn bei einer Zahnwurzelkanalbehandlung ein Operationsmikroskop mit variablen Fokus eingesetzt wird, sondern auch im OP-Saal, wenn einem z. B.  der graue Star gestochen und eine neue Augenlinse eingesetzt werden muß.
Mikrochirurgische Operationen des vorderen und hinteren Augenabschnitts oder   auch in der Neurochirurgie an Universitätskrankenhäusern werden mit höchst komplexen Mikroskopen mit integrierter Computertechnologie und mit Videoaufzeichnung zur zeitnahen digitalen Dokumentation durchgeführt. Hier ist wahrlich allerhöchste Präzision nötig.

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Der Geschäftsführer Dr. Martin Schmidt hielt einen einstündigen Vortag, während wir bei Kaffee und belegten Brötchen der Datenflut lauschten. Wir erfuhren, daß die Firma noch 176 Mitarbeiter hat und in einer Dreherei komplexe Aluminiumteile herstellt und  die Linsen und die Prismen für die Mikroskope in der Glasschleiferei geschliffen und poliert werden. Hier kommt es auf die Genauigkeit von einer zehntel Bogensekunde an.
Beklagt werden die Auswirkungen der Gesundheitsreformbemühungen der Bundesregierung, da die Krankenhäuser zur Zeit zutiefst verunsichert sind und sich mit Investitionen zurückhalten. Somit ist es kein Wunder, daß der Export von Möller-Wedel 85%  ausmacht. Zukunftsmärkte sind China und Indien und der Nahe Osten.
Neueinstellungen kommen z. Z.  nicht in Frage, man hilft sich mit Leiharbeitskräften über die Runden.
Herr Wenker, der Betriebsleiter, führt uns durch die Produktionsräume, die auf mehreren Etagen angesiedelt sind und  mit nur einem Lastenfahrstuhl auskommen müssen. Es gibt außer der Schleiferei und der Galvanisierabteilung auch eine Lackiererei. Die verbrauchen sehr viel Wasser und das ist der Grund, daß Möller seit alters her ein eigenes Wasserwerk und einen hohen Wasserturm hat, der auch ein Bürogebäude ist. Auch die Stadt Wedel wird von Möller mit Wasser versorgt.
Nilolaus Johann ist die Besichtigung dieser außergewöhnlichen Firma zu danken.Es war alles sehr informativ und interessant. Dank auch an die Geschäftsleitung der Firma Möller für das opulente Frühstück.:-))

Text: Heiner Fosseck Organisation: Nikolaus Johann Fotos:Heiner Fosseck

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