Zurück

Johannes B. Kerner 29. März 2006

 

Liebe Freunde!

 Dort wo am Rothenbaum das alte legendäre HSV Stadion war, ist heute ein protziger Bau mit viel Stahl und Glas. Hierher wurden 17 Damen und Herren des SnHH eingeladen, um die Johannes B. Kerner Show als Zuschauer zu erleben. Organisiert hatte dies wieder unser Nikolaus Johann.Wie macht er das bloß?
Wir trafen uns im Foyer an der schicken Bar, wo es erfreulicherweise Sekt und Orangensaft zur Begrüßung gab. Nach umständlichen Überprüfungen ging es durch ein unaufgeräumtes Requisitenlager in das Studio. Auf Sitzstufen wurden wir platziert. Am Mikrofon ein junger Mann, der uns sagte, was wir zu tun und zu lassen hätten. Handy und Zigaretten aus und Notizen und Fotos dürften nicht gemacht werden. Wenn was runter- oder jemand umfällt, sollte dies möglichst geräuschlos geschehen.
Dann wurden wir zum Klatschen animiert. Wir klatschten für den tüchtigen Aufnahmeleiter, Kabelträger und für die 4 Kameraleute. Ich habe nur die kleine freundliche junge Dame beklatscht, die uns die Erfrischungen brachte.
In einer Ecke war eine transportable Küche aufgestellt. Hier brodelte schon eine Gemüsesuppe, die ein Showgast später spontan aus dem Stehgreif erstellen sollte.
Um 17.30 Uhr kam der Showmaster und stellte, die Showgäste vor, von denen ich noch kaum etwas gehört oder gesehen hatte. Als Erster kam der "Bild"-Reporter Andreas Englisch beim Vatikan zu Wort. Der berichtete, wie sparsam und rückständig Johannes Paul d. II. gelebt hatte und das 3 Nonnen in dreistöckigen Betten schlafen mußten. Die Jüngste mit 71 Jahren natürlich oben.

Der schwerkranke Maler Prof. Immendorf wurde per Videoschaltung gefragt, warum er die Bibel der Bildzeitung illustriert hätte und eine Schauspielerin Anna Thalbach outete sich als Sponti und "Spuckis" - Kleberin aus den 70er und 80er Jahren und sie hätte eine Menge Kloppe bekommen und nun wäre sie Mutter und ist ruhiger geworden.

Frau Maríele Millowitsch, auch eine Schauspielerin, deren Vater mir bekannter ist, wurde in einer interessanten Filmszene gezeigt, wie sie bei einem Wutausbruch ihre Pushups aus dem Kleid holte.
Gayle Tuft eine Amerikanerin in Deutschland, sprach von ihrem Buch, wie sie in Brockton, Massachusetts aufwuchst und wie sie so wunderbar Deutsch lernte. Behalten habe ich, das sie zurück in USA mit ihrer Mutter im Gespräch sagte "Ach so" und ihre Mutter verstand "asshole". Das brauche ich wohl nicht zu übersetzen.
August Schmölzer kochte die schon erwähnte Gemüsesuppe, die angeblich erotisierende Wirkung hätte. Das Rezept habe ich vergeblich im Internet gesucht.

Zu erwähnen ist, das nur die rechte Seite der Zuschauerränge, wo die jüngeren Jahrgänge saßen, von den Kameras erfaßt wurden. Wir älteren Jahrgänge, die den Krieg mitgemacht und Deutschland wieder aufgebaut haben, saßen auf den linken Zuschauerrängen und wurden von den Fernsehkameras völlig ignoriert. Dabei hatten wir uns alle aufgebrezelt und ich so gar im gedecktem grauen Anzug. Das machte aber gar nichts, denn die Sendung wurde kurz vor Mitternach ausgestrahlt und da hängt bei anständigen Leuten die Hose schon längst am Nagel.

Nach der Show ging es gegenüber in eine gemütliche altfränkische Bierstube, wo es so gesunde Sachen, wie Schweinshaxen mit Knödel und Halbliterkrüge mit Bier gab.
Hier kam richtig Stimmung auf und als Absacker noch einen Schnaps und andere aßen ein Eis.

Ein gelungener Abend, dem wir unserem tüchtigen Nikolaus Johann zu verdanken haben.

Heiner Fosseck

Foto Kurt Berger

Organisation: Nikolaus Johann...........Bericht: Heiner Fosseck

Design: Ursula Naruhn

Zurück