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Etliche Jahrhunderte wurde mit Federkiel und Tinte geschrieben. Dann mit
Füllfederhalter und Kugelschreiber, und 1960 wurde von den Herren Carl-Wilhelm
Edding und Volker Ledermann eine japanische Idee weiterentwickelt. Aus einem
einfachen schräg angeschnittenen Filzschreiber wurde ein völlig neues
Markensortiment zum Markieren und Schreiben geschaffen. Der legendäre "edding
No. 1" wurde zum Vorbild für Generationen von Markern. Der "edding“ wurde zum
Gattungsbegriff.
Seitdem sind bald 50 Jahre vergangen und edding produziert heute fast 4000
verschiedene Schreibstifte.
Da gibt es die Filzstifte Nr. 1200, mit dem sämtliche Schulen in Spanien
ausgerüstet werden, Stifte zum Markieren von CDs, Marker zum Beschriften
von Tiefkühlkost, Ja, sogar Stifte zum Beschriften von Filmen und
Röntgenbildern sind im Angebot. Daß so ein Stift erst mal geschüttelt ,damit
sich das Lösungsmittel mit der Tinte mischt und dann ein paar Mal mit der
Spitze aufgetupft werden muß, bis das Ding endlich schreibt, war mir neu. Ich
wollte das Ding schon wegwerfen. Kulthit für „Schule und Co“ sind z. B. der
Riesenbolzen „Senator Qiewer“, der von „führenden Autogrammjägern“ empfohlen
wird und die „Minimarker permanent“ mit der Deutschlandflagge. Wofür der
„Retractable Marker mit USB - Anschluß“ nötig ist, habe ich leider nicht
verstanden, Vielleicht malt er auf dem Bildschirm des PC.
In Ahrensburg ist seit 1990 das futuristische Gebäude der Konzernzentrale mit
viel Glas und Stahl, umgeben von einem Seerosenteich. Innen sind helle
freundliche sogenannte Kombi-Büros, die von außen Einblick geben, ob der
Mitarbeiter arbeitet oder aus dem Fenster ins Grüne sieht. Helles Holz an den
Relings der Laufgänge und kurzen Treppen zu den Geschossen. Graue Stahlträger,
schwarze Bodenplatten und „abgependelte Downlightspots“ und automatische
Markisen geben den Bau einen maritimen Charakter. 330 Mitarbeiter arbeiten
hier, wie uns Herr Günter Schliewiensky-Cornils erzählte, der uns fast 3
Stunden alles über die edding AG berichtete.
Bei Kaffee und Gebäck saßen wir gemütlich im Seminarraum der Firmenzentrale.
Vor uns eine Prospektmappe und jede Menge CD Marker und viele Filzschreiber,
bunt wie Smarties.
Da wurde erzählt von den Produktionsstätten in Bautzen und Lochen in den
Niederlanden, nicht weit von der deutschen Grenze.
Die kürzlich erworbenen Produktionsstätten sind in Italien und Argentinien.
edding ist in Deutschland Marktführer für Schreibgeräte. Sogar in Japan hat
edding 30 % Marktanteil. In Japan ist auch ein Kompetenzteam für edding tätig,
das alle neuen Entwicklungen auf den asiatischen Märkten beobachtet und für den
Vertrieb und Einkauf tätig ist. Die Hauptmärkte sind Europa, Asien und
Südamerika.
Das zweite Standbein von Edding ist seit 1965 „planmaster“ mit Produkten für
die Planung und visuelle Kommunikation. Das sind die weißen Wandtafeln und
Stellwandplaner. Das neueste Produkt ist eine 13000 € teure elektronische
Planwand. Da kann man mit einem Stift zeichnen und auf elektronischen Wege per
Internet wird die Zeichnung auf jeden angeschlossenen PC weltweit produziert.
Die Anfrage an Herrn Schliewinsky-Cornils, ob dem armen SNHH e.V. auch so eine
elektronische Tafel von der Firma Edding gesponsert werden könnte, wurde
entrüstet abgelehnt.
Zum Schluß besichtigten wir das Hochregallager für 6000 Europaletten. 20
Meter hoch und 60 m lang ist die Halle und 3 LKWs können pro Stunde beladen
werden. Das Hochregallager schluckt 60 Paletten pro Stunde. Alles natürlich
Computer gesteuert und nur der weiß, wo schlußendlich die einzelnen Artikel
gelagert sind. Kommissionierungsstrecken, Durchlauflager, Stichtagsinventur,
Picklisten, Verdichtungsplätze. Mir schwirrte der Kopf, ob der Fachbegriffe und
wenn ich noch etwas länger in dem Hochregallager geblieben wäre, hätte ich mich
wohlmöglich als Fachlagerist bei edding beworben. Überhaupt scheinen sich die
Mitarbeiter bei edding sehr wohl zu fühlen. Gibt es doch mindestens 33
Mitarbeiter, die über 25 Jahre bei edding tätig sind.

Stolz wurde uns berichtet, daß die Auszubildenden bei edding in der Regel
überdurchschnittliche Leistungen erbringen.
„Eddingleute haben Tinte im Blut,“ wird von den edding - Mitarbeitern
behauptet. Der SNHH e. V. wünscht der Firma edding weiterhin viel Erfolg, und
wir danken Herrn Schliewinsky-Cornils für seine freundliche und kompetente
Führung durch seine Firma edding AG.
Nikolaus Johann haben wir für seine kompetente Organisation dieses Besuches zu
danken.

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