Reisebericht: Flims,
Graubünden/Schweiz vom 20.3. bis 28.3.2004
Veranstalter : Reisering Hamburg
Einleitung:
Das Hotel Sunstar
Surselva, d.h. über dem Wald, in Flims ist ein Vier-Sterne-Hotel
und sehr elegant. Mir wurde ein großes Zimmer de Luxe zugewiesen,
wo ich mich wohl fühlte, mit Bad und Balkon, Farb-TV mit 30 Kanälen
und angenehmen Service, (offizieller Preis 220 Schw.Franken pro Tag mit
HP) Der Gruppenpreis wird wahrscheinlich niedriger sein, aber das tangiert
mich nur peripher.
Die Beköstigung war hervorragend, die Auswahl sehr groß (warum
habe ich mir
bloß einen kleinen Magen angezüchtet?). Jeden Abend gab es
außerdem ein süßes Betthupferl.
Wir machten jeden
Tag Ausflüge in dieser herrlichen Landschaft, morgens hoch in den
Bergen (Flims liegt 1100 m hoch) fahren wir durch verschneite Wälder,
mittags z.B. in Lugano ist blühender Frühling. Für mich
als Flachlandtiroler ist diese Bergwelt mit ihren schroffen und steilen
Felsformationen und den tiefen Schluchten sehr beeindruckend. Die staubfreie
Luft ist Labsal für meine Bronchien.
Leider waren
die weiteren Tage sehr verschneit, von den Gipfeln haben wir nicht mehr
viel gesehen, aber die Landschaft darunter war ein riesiger verschneiter
Märchenwald, ich konnte mich nicht sattsehen. Die 12-stündige
Anreise und dann die Heimreise muss überstanden werden. Es ist halt
immer mit Anstrengungen verbunden, wenn man was erleben will.
Fahrer Adi Hasenfuß
und Reiseleiterin Marie-Luise waren immer freundlich und hilfsbereit.
Mich interessierte,
wie diese Alpen entstanden sind:
Die Alpen sind entstanden in grauer Vorzeit (vor etlichen Millionen Jahren)
durch Plattenbewegungen, die afrikanische Kontinentalplatte schob sich
gegen die europäische Kontinentalplatte, dadurch wurden die Platten
gegeneinander gepresst und die Ränder schoben sich nach oben (aber
alles gaanz langsam, in der Geologie ist der Zeitrahmen anders als bei
den Menschen mit ihrer kurzen Geschichte).
Später haben starke Erosionskräfte die Gebirge abgeschliffen.
Man spricht von einem Faltengebirge. Das besteht hauptsächlich aus
Kalkstein (daher wenig Bodenschätze), ein Beweis, dass da früher
Meer war. Einige Gebirgszüge bestehen aus Tonschiefer, Ton ist ein
Sediment, das sich am Grunde eines Meeres durch Ablagerungen bildet. Tonschiefer
ist metamorph, d.h. Tonerde wurde durch Druck und Wärme verdichtet.
In den Eiszeiten
bildeten sich gewaltige Gletschermassen, die die Bergmassive bedeckten
und die Schluchten auffüllten.. Schroffe Spitzen zeigen heute noch,
bis wohin die Vergletscherung erfolgte. Nach dem Abschmelzen der Gletscher
entstanden Trogtäler und viele Seen, wo das Schmelzwasser nicht abfließen
konnte. Heute gibt es noch 140 Gletscher, die sich aber immer weiter zurückziehen
aufgrund der Klimaerwärmung.
Tagebuch
20.3.
Um 6.25 Uhr holt mich das Taxi ab (Taxiservice von Reisering inklusive)
und bringt mich zum Bus, der pünktlich um 7 Uhr abfährt. Wir
sind 33 Gäste und daher gibt es einige Freiplätze, ich habe
eine Sitzbank für mich allein, wo schon das Sektfrühstück
auf mich wartet. Freundliche Begrüßung durch die Reiseleiterin
und dem Fahrer und schon wird die Autobahn A 7 angesteuert.
An der Raststätte Hannover-Wülferode gibt es die erste Pause.
Hier steigt auch der erste Fahrer aus und unser, für die ganze Reise
vorgesehene Fahrer nimmt seinen Platz ein.
12.00 bis 12.45 Mittagspause in Uetrichshausen, um 15 Uhr 15 Minuten Pause
in der Ratsstätte Lohnetal.
Bei Memmingen verlassen wir die A 7 und folgen der A 96 bis Vaduz, vorher
sind wir kurz durch Österreich gefahren, bei Lüstenau Einreise
in die Schweiz, alles ohne Paßkontrolle. Dann geht's hinauf in die
Berge bis nach Flims, dort ist alles verschneit. Ankunft um 19 Uhr. Wir
bekommen unsere Zimmer zugeteilt mit der Auflage, sich nur schnell etwas
zu erfrischen und dann zum Abendessen zu kommen. Ein Gala-Buffet wartet
auf uns.
Drei alleinreisende Grazien haben sich schnell an einem Tisch (Nr. 27)
gefunden. Frau Schümann, Frau Schönefeld und ich haben uns gut
verstanden und viel Spaß gehabt.
Ansonsten bestand die Gruppe aus Ehepaaren und Freundesgruppen.
Nach dem Essen
mache ich noch einen kleinen Verdauungsspaziergang.
Nachts habe ich nicht so gut geschlafen, die Daunendecke war ungewohnt,
mal zu heiß, dann wieder zu kalt, weil ich das Fenster geöffnet
habe.
21.3.
Heute lassen wir den Bus stehen, der Fahrer muss sich ausruhen.
Bei strahlendem Sonnenschein führt uns Marie-Luise auf Waldwegen
zum Caumer See, entlang der Rheintalschlucht und weiter bis Conn, wo wir
auf der Terrasse in der Sonne sitzend ein Getränk zu uns nehmen.
Es ist herrlich. Dann in einem großen Bogen wieder zurück zum
Hotel. Es ist ziemlich anstrengend, der Weg ist teilweise glatt, wo der
Schnee angetaut ist, trotzdem die Wege gestreut waren, und es geht jetzt
stetig bergan.
Um 13 Uhr sind wir wieder im Hotel. Zum Lunch esse ich das Obst, das mir
freundlicherweise vom Hotel aufs Zimmer gestellt wurde. Nach einer kurzen
Rast begebe ich mich in den Wellness-Bereich. Es gibt dort einen Pool
mit Sprudeldüsen und nebenan ist die Sauna mit zwei Kabinen und einem
Ruheraum, alles sehr gepflegt. Nachdem ich mich ausgiebig gepflegt habe,
kehre ich zurück in meine Zimmer. Dabei muss ich im Bademantel durch
die Bar latschen, anders geht es nicht. Um diese Zeit ist die Bar aber
noch menschenleer.
Nach einer ausgiebigen Siesta mache ich einen Rundgang durch den Ort Flims-Waldhaus,
dabei vermeide ich zu starke Auf- und Ab-Wege, dadurch ist mein Radius
begrenzt, denn Flims-Waldhaus liegt an einem Berghang und besteht eigentlich
nur aus Hotels. Flims-Dorf liegt unten im Tal, da muss ich nicht hinab.
An den Häusern sieht man viele räto-romanische Beschriftungen,
z.B. Casa Grischuna das heißt Haus Graubünden.
Um 18.30 Uhr
treffen wir uns alle in der Bar zum Willkommensgruß mit einem Glas
Bowle (Einladung des Hauses), um 19 Uhr beginnt das Gala-Dinner bei Kerzenschein.
Am gedeckten Tisch haben wir rechts und links viel Besteck, also sind
mehrere Gänge zu erwarten. Es werden dann auch fünf Gänge
serviert, nach Meinung auch meiner Tischgesellschaft ist nur wenig auf
den Tellern, dafür aber viel Dekoration. Wir sind halt keine Gourmets.
Nach diesem opulenten
Mal wollte ich gern einen Verdauungspaziergang machen, aber es regnet.
Wie schnell hat sich die Wetterlage geändert. So gehe ich denn auf
mein Luxuszimmer und mache es mir gemütlich mit Bier und TV. Spät
abends stöpselte ich Kopfhörer in das Gerät, so dass ich
meine Nachbarn nicht störe.
Ich habe gut geschlafen, gewöhne mich schon an die Daunendecke.
22.3. Fahrt
durch den Tessin nach Lugano (ca.150 km).
Während
der Fahrt erzählt uns Marie-Luise einiges über Flims. Also Flims
liegt 110 m hoch und hat 7 500 Einwohner, aber 35 Hotels. In Graubünden
spricht man auch räto-romanisch, z.B. Grischuna heißt Graubünden,
Lag le Caum = Caumer See, Surselva = über dem Wald. Flims wurde gebaut
im Windschatten des Flimser Stein, einer steilen Bergwand, ca. 2000 hoch.
Überhaupt ist Flims eingerahmt von Berggipfeln, man nennt dieses
Gebiet auch die Alpenarena.
Wir machen eine Panorama-Fahrt
und nicht über die Autobahn. Das wäre zwar schneller, aber längst
nicht so interessant. Wir fahren entlang des hinteren Rheintals, bei Reichenau
treffen sich Vorder-und Hinterrhein. Dann geht es wieder hinauf in die
Berge durch viele Tunnels und auf einer kurvenreichen, engen Straße.
Es ist sonnig. Entlang der Straße sind viele zackige Berggipfel
zu sehen, auf denen Burgruinen zu erkennen sind. Dann kommen wir zur Via
Mala-Schlucht, dort machen wir einen Fotostop. Wir schauen hinunter in
die tiefe Schlucht, hinauf auf steile Bergwände. Durch den Kalkfelsen
hat ein Bach einen Hohlweg von 6 km geschnitten. Ich erinnere mich an
den Roman von John Knittel "Via Mala", den ich in meiner Jugend
gelesen habe. Jetzt würde ich gern das Buch zur Hand haben.
Dann fahren wir auf der alten Paßstraße durch den Rheinwald,
der tief verschneit ist, es sieht zauberhaft aus. Hinauf auf den San Bernadino-Paß
und durch den 6 km langen Tunnel. Nach dem Tunnel beginnt der Frühling.
Auf serpentinenreicher Straße fahren wir abwärts in Richtung
Bellinzona. Hier wird's schon italienisch, z.B. ein Hinweisschild auf
einen Campagnola = Campingplatz. In Bellinzona machen wir eine 15-minütige
Pause. Hier blühen üppig die Forsythien, es ist alles gelb am
Rande der Straße. Gegen 12 Uhr erreichen wir Lugano. Es ist warm,
die Sonne scheint, alles blüht und grünt. Wir haben 3 Stunden
Aufenthalt, gehen entlang der Seepromenade, später trinken wir einen
Capuccino auf einer sonnigen Terrasse. Die Bedienung spricht italienisch.
Das ist für mich kein Problem. Dann wieder auf einer Bank am See
in der Sonne sitzend, die Wärme genießend. Schnell sind die
drei Stunden vergangen und wir müssen die Rückfahrt in Angriff
nehmen. Wir fahren die gleiche Strecke aus dem blühenden Tal in die
schneebedeckten Berge. Im Laufe des Tages haben die Bäume ihre Schneehäubchen
verloren. Was für eine kontrastreiche Fahrt!
Abends gibt
es wieder ein tolles Buffet, danach gemütlicher Abend auf dem Zimmer
inkl. ausgedehntes Bad in der Wanne. Ich bin sehr zufrieden.
23.3. Fahrt
ins Appenzeller Land, evtl. auf den Berg Sentis, wo wir mit der Seilbahn
2 500 m hoch fahren können, anschließend Ausflug nach Vaduz,
Liechtenstein (ca. 60 km)
Abfahrt um 10 Uhr, es hat die ganze Nacht geschneit und es schneit immer
noch. Die verschneite Landschaft ist wunderschön. Die Schneegrenze
liegt bei 500 m, dann regnet es. Die Wolken hängen tief, die Berge
sind in den Wolken verschwunden. Wir fahren durch Chur, vorbei an Landquart,
wo sich die Zentrale der rätisch-romanischen Eisenbahn befindet,
durch Buchs, das ein großer Ort mit hübschen Häusern ist,
die mit Holzschindeln verkleidet sind.
Dann wieder hinauf in die Berge. Bald sind wir wieder im Schneeland, fahren
zur Schwägalm, die 1100 m hoch ist. Alles ist tief verschneit, eine
Fahrt auf den Sentis hat keinen Zweck. Als Ersatz wird uns der Besuch
einer Schaukäserei angeboten, wir können da auch unsere Mittagspause
machen. Es ist nur mäßig interessant. Vorher müssen wir
aber auf schneeglatter Serpentinenstraße wieder abwärts fahren,
der Fahrer hat mächtig zu tun, wir finden das interessant. In Urnäsch
ist es wieder grün. Mich faszinieren diese Kontraste jedes Mal auf
Neue. Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir Vaduz. Da haben wir eine Stunde
Aufenthalt. Das ist ausreichend, zumal es heftig regnet. Wir gehen die
kleine Hauptstraße auf und ab und dann in ein kleines Kaffee, ich
finde anschließend noch einen Migros-Laden, wo ich mir eine Flasche
Wein kaufe für den gemütlichen Abend. Nach einstündiger
Fahrt wieder hinauf in die Berge und in den Schnee erreichen wir unser
Hotel, wo uns wieder ein opulentes Mal erwartet.
24.3. Bernina-Express
von Tiefencastel nach Tirano und zurück.
Es hat die ganze
Nach geschneit, der Bus musst freigeschaufelt werden.
Wir fahren nach Tiefencastel, wo wir in einen Panoramawagen der Rhätischen
Bahn einsteigen. Dieser Wagen ist nur für uns reserviert.
Auf einer der
schönsten Bahnstrecken der Welt fahren wir über den Albulapaß
ins Engadin durch viele Tunnel, über den Berninapass, durch den Berninatunnel,
hinunter ins südliche Valposchiavo, über den Kreisviadukt bei
Brusio bis nach Tirano. Es ist eine Schmalspurbahn, die 2000 m Höhenunterschied
schaffen muss und das ohne Zahnradantrieb. In Pontresina erfolgt ein Lokwechsel,
weil ab hier eine andere Stromart die Lok antreibt. Es ist ein Zweistrom-Bahnhof
(Wechsel- und Gleichstrom).
Im Panoramawagen
sehen wir leider wenig Panorama. Die Gipfel und Gletscher verstecken sich
im Nebel. Trotzdem ist die verschneite Landschaft sehr schön, ein
Postkartenmotiv nach dem anderen. Nach Cavaglio geht es wieder in vielen
Serpentinen bergab. Unterhalb der Schneegrenze ist alles grau in grau.
Nach drei Stunden Fahrt erreichen wir Tirano in Italien. Wir haben aber
nur 30 Minuten Aufenthalt, dann fährt der Zug zurück. Mit dem
Bus kann nicht gefahren werden, die Paßstraßen sind gesperrt.
Rückfahrt nach
Flims, wo es immer noch tief verschneit ist. Es schneit auch noch die
ganze Nacht. Morgens ist St. Gallen und der Engadin eingeschneit, der
Straßenverkehr ist stark behindert.
25.3. Fahrt
zur Insel Mainau (ca. 150 km)
Abfahrt 9 Uhr.
Die Bäume biegen sich unter der Schneelast. Ich finde das schön.
Nach kurzer Fahrt -Schneegrenze bei 500 m - sind wir wieder im grünen
Bereich, aber es regnet. Die Fahrt ist nicht sehr interessant, vorbei
an Chur, Vaduz, St. Gallen, nach Bregenz. Das ist in Österreich,
aber davon merken wir nichts, und bald darauf sind wir in Deutschland.
Wir fahren am Bodensee entlang nach Konstanz und über eine Halbinsel
zur Insel Mainau. Dort haben wir drei Stunden Aufenthalt, aber im Regen
ist das nicht so aufregend. Pflichtschuldigst laufe ich rund um die Insel,
freue mich über kleine blühende Tulpen. Der Schmetterlingsgarten
ist größer als der in Friedrichsruh im Sachsenwald und die
kleinen Flattermänner flattern um uns herum. Das Palmenhaus ist wegen
einer Konferenz geschlossen. Im Restaurant Seeterrassen kehren wir ein,
nach und nach kommen andere müde Wanderer und wir warten, dass wir
wieder zum Bus gehen können, der mit Verspätung abfährt,
weil einige Blumenfreunde sich nicht sattsehen können (ich frage
mich woran?).
Nach Rückkehr
ins Hotel bleibt noch Zeit für eine kleine Rast. Dann ist Zeit für
das Abendessen. Heute gibt es Straussenfleisch à la Stroganoff.
Na ja, man kann es essen.
26.3. von Chur
mit der Arosa-Bahn nach Arosa.
Gemächlich
wie eine Strassenbahn zuckelt der Arosa Express durch Chur, vorbei an
Stadtmauer, Malteserturm und Obertor, dem Wahrzeichen der Bündner
Hauptstadt. Doch schon bald ist's vorbei mit dem Stadtbummel auf Schienen.
An der Stadtgrenze wandelt sich der leuchtend blaue Arosa Express nämlich
zur Gebirgsbahn und windet sich durchs wilde Schanfigger Tal hinauf nach
Arosa. 1 700 m Höhenunterschied müssen bewältigt werden,
auch diesmal ohne Zahnradantrieb. Über viele Viadukte und durch zahlreiche
Tunnel schraubt sich die Bahn hoch nach Arosa. Es gibt einige Bahnstationen
mit sehr kleinen, hübschen Bahnhofsgebäuden aus Holz, die mit
Schnitzwerk verziert sind. Auch heute ist es neblig und es schneit, von
den Berggipfeln sehen wir nur wenig. Die Fahrt ist trotzdem schön.
Entlang der Strecke sehen wir tief verschneite Tannen und verstreut liegende
Holzhäuser in der Ferne. Die sonst grünen Wiesen sind schneeweiß.
Weiter oben können wir hinunter sehen in tiefe Schluchten. Die Berge
sind hier aus brüchigem Tonschiefer, so dass der Bau der Bahnstrecke
damals sehr schwierig war. Alles Baumaterial musste herangeschafft werden.
In Arosa haben wir
drei Stunden Aufenthalt. Da alles vernebelt ist, haben wir keine großartige
Sicht auf die umliegenden Gipfel, schade. Wir wandern durch Pulverschnee
rund um den oberen See, dann ein Bummel durch die Hauptstraße. Wegen
des Verkehrs und der matschigen Fußwege ist das nicht so doll. In
einer Feinbäckerei machen wir Pause. Ich trinke eine heiße
Schoki und esse ein Stück Pflaumenkuchen. Dann noch mal eine Runde
um den See und dann ist wieder Abfahrtszeit (14.04).
Um 15.10 Uhr sind wir wieder in Chur. Hier ist alles trocken und kein
Schnee. Wir machen einen Bummel durch die sehr schöne, gepflegte
Altstadt. Dann zurück nach Flims in die Schneewelt.
27.3.
Strahlende Sonne weckt mich. Unser letzter Tag steht zur freien Verfügung.
Ich treffe mich um 10 Uhr mit Frau Schümann. Ich habe meine Spikes
umgeschnallt und wir wandern durch den Märchenwald, entlang dem Caumer
See bis nach Conn. Dort trinken wir auf der Terrasse heißen Holundersaft
und genießen die Sonne, ein wunderbarer letzter Tag. Auf dem Rückweg
haben wir endlich mal Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel unter blauem
Himmel. So hatten wir uns die Bernina-Fahrt gedacht, aber temps perdues.
Am Nachmittag
ist Wellness angesagt, Sprudeln im warmen Pool und dann Sauna. Auf dem
Zimmer noch ein heißes Bad und dann eine lange Siesta im Bett. Abends
gibt es noch ein Gala-Buffet. Ein schöner Abschluss einer interessanten
Reise.
28.3. Abfahrt
um 7 Uhr, eigentlich ist es 6 Uhr, denn ab nachts gilt die Sommerzeit.
Ein letzter Blick auf die Berge, die aufgehende Sonne färbt die Spitzen
rosa. In der Ferne können wir sogar den Sentis sehen, der sich bei
unserem Ausflug in das Appenzeller Land leider versteckt hat.
Dann fahren wir eine
kurze Strecke durch Österreich und sind um 8.20 Uhr wieder in Deutschland.
Pause an der Raststätte Illertal Ost, die von Friedensreich Hundertwasser
sehr bunt und lustig gestaltet wurde. Mittagsrast machen wir in Speichert/Rhön
im Gasthof Biber. Hier gibt es Hagebuttenwein. Der hat es in sich. Ich
habe danach gut geschlafen (die anderen aber auch). In Göttingen
wird der Fahrer ausgewechselt und um 19 Uhr sind wir in Hamburg. Dort
warten schon die Taxis auf uns und ganz schnell bin ich wieder zu Hause.
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