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Im Hof des Zwingers in Dresden.......................Meißen..................................................................Blühende
Rhapsfelder
Mit dem Fahrrad immer an der Elbe entlang ,sind es 732,5 Kilometer
von Bad Schandau an der Grenze zu Tchechien nach Blankenese. Mit überwiegend
Schiebewind bei schönem Wetter und keinen Regen ist das auch für
so einen 64 Jahre alten Herrn in 8 Tagen zu schaffen. Ich wollte doch
mal sehen, wie es an der Elbe aussieht.
Zuerst zwängt sich die Elbe als kleines Flüßchen durch
die steilen Felswände des Elbsandsteingebirges.Hier gibt es so gar
Bergsteigervereine. Vorbei an der Festung Königstein und der Sommerresidenz
von August den Starken, Schloß Pillnitz. Hier sah ich einen riesigen
Kamelienbaum mit Abertausenden von Blüten im wunderschönen Schloßgarten.
In Dresden sah ich die neue Frauenkirche. Die Laterne noch eingerüstet.
Ein Symbol für den Wiederaufbauwillen der Stadt mit den eingesprenkelten
rußgeschwärzten Bausteinen der Kriegsruine.
In diesen Jahr blüht alles zur gleichen Zeit, der Flieder, die unendlichen
gelben Rapsfelder, der Weizen steht schon 40 cm hoch, die blühenden
Obstbäume am Elberadweg, sogar die Rhododendron fangen an zu blühen.
Es war ein Vergnügen durch die blühende Elbelandschaft zu fahren.
Ich wohnte in Pensionen, wo im ersten Stock die Flutmarken des Hochwasser
vom 17. August 2002 in Augenhöhe angebracht waren. Die Schäden
sind beseitigt, bis auf Restarbeiten an Straßen und Deichen. Aber
der Schrecken ist den Menschen hier an der Elbe noch bewußt.
Es geht an Schlössern und imposanten Guthäusern vorbei, z. B.
in Dornburg, das große Schloß der Mutter von der "Käthe
von Rußland".Das Schloß des Fürsten Bismarck hat
eine barbarische deutsche Regierung in den 50 er Jahren sprengen lassen.Riesige
Backsteinkirchen in Tangermünde, Havelberg u.s.w.
Der Elberadweg geht mal linkselbig, mal rechtselbig und übergesetzt
wird mit Gierfähren, die einfach von der Strömung der Elbe nach
Änderung des Anstellwinkels ans jenseitige Ufer getrieben werden.
Im Storchendorf Rühstedt in der Nähe der Havelmündung wurde
am 1. Mai ein großes Schwein am Spieß gebraten. Die Diskomusik
donnerte dazu so wundervolles Liedgut wie " Itzi bizzi tini wini
Honululu Strandbikini" und "River Kwaimarsch". Die vielen
Störche auf den Dächern der Scheunen ließen stoisch den
Radau über sich ergehen und werden sich fürs nächste Mal
wohl ein ruhigeres Nest suchen.
In Brandenburg und Sachsen-Anhalt und Mecklenburg ist hier an der Elbe
eine spürbare depressive Stimmung in der Bevölkerung. Wie ausgestorben
daliegende Dörfer. Geschäfte geschlossen oder zu vermieten oder
zu verkaufen. Kaum Gaststätten, die geöffnet haben. In manchen
Hotels und Pensionen war ich der einzige Gast. Eine bedrückende Atmosphäre.
Ab Havelberg gab es nun Wind von vorn. Abends zitterten mir die Knochen
und von meinem Po will ich gar nicht berichten.
Kurz vor Hamburg machte mein neues Trekking-Rad Schwierigkeiten. Die Gänge
ließen sich nicht schalten und das Hinterrad eierte. Also auch keine
deutsche Wertarbeit mehr.
Die schlimmste Wegstrecke war durch den Feierabendverkehr in der Innenstadt
von Hamburg. 3 Km vor Blankenese konnte ich mein marodes Rad nur noch
schieben.
Glücklich, daß ich heil angekommen war ,schloß meine
Frau mich wieder in die Arme und ich streckte erst mal alle Viere von
mir.

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