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Heute
ist laut meines Abreißkalenders nicht nur Pfingstmontag, sondern
auch Nichtrauchertag. Es ist ja heut zu Tage verpönt zu rauchen.
Sicherlich zu recht, wenn ich im 9. Stock des Altonaer Krankenhaus die
vielen, meist Herren sehe, die mit Lungenkarziniom auf das Ende warten.
In der Öffentlichkeit, in den Verkehrsmittel wie Bahn,Bus und Flieger,auf
Bahnhöfen und sogar in vielen Kneipen ist das Rauchen untersagt.
Das war zu meiner Zeit anders, da wurde von Frau und Mann, wie selbstverständlich
geraucht. Es soll ein Altbundeskanzler geben, der als nikotinsüchtiger
Leutnant aus dem Krieg kam und mit 84 Jahren immer noch raucht, wo er
geht und steht.Das sollte ich mal machen.
Früher stand im Haus meiner Eltern diverse Zigarettendosen,Klappascher,Stand-Drehascher,
Streichholzspender, Rauchgarnituren,Rauchständer, alles aus polierten
Messing. Der Clou war eine Zigarettendose mit Geldschlitz. wenn da ein
Groschen in den Schlitz gerollt wurde, kam eine Plastikhand rausgeschnellt
und schnappte sich den Groschen und man konnte eine Zigarette entnehmen.
Oder der Plastikvogel, der eine Zigarette im Schnabel
Wir Kinder bekamen "welche hinter die Löffel", wenn man
uns beim Rauchen erwischte. Heute soll es in den Schulen Raucherzimmer
gegeben haben. Aber das ist wohl auch vorbei. Ich kann mich erinnern,
daß wir im Dunkeln am Elbestrand saßen und 20 Pfennig-Stumpen
qualmten, die scheußlich schmeckten.
Heute ist der Lehrkörper der Schulen froh, wenn die Kinder nur Hasch
rauchen und nicht schon andere Drogen probieren.
Ergänzung Wilhelm Stemm:
Ich persönlich
habe angefangen in der Kinderlandverschickung (KLV).
Wir rauchten während des Kühehütens getrocknetes Kartoffelkraut.
Ergänzung Reinhard Breuckmann:
Sehr zu empfehlen waren getrocknete
Kirschenblätter und als Papier die
letzten Seiten vom goldumrandeten
Gesangbuch. Dort befanden sich die
Psalme. Die wurden nicht so oft gelesen.
Dadurch war eine Entdeckund durch die
Eltern minimal.
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