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Mit einem Bekannten
war ich verabredet, die Insel "Große Horst" im Pätzer
Hintersee zu besuchen.
www.Kaspar-Sickermann.de/paetz/dptz001.html
(Gemeinde Bestensee, in der Nähe von Königswusterhausen, südlich
von Berlin).
Jörg Kachelmann hatte vorausgesagt, dass es in Berlin und Umgebung
zwischen 9 und 17 Uhr nicht regnen würde. Also los!!
Ich kannte die Insel bereits, war allerdings bisher immer nur von der
Ostseite her zu ihr gefahren. Nun sollte es vom Westen aus sein.
Im Internet
hatte ich ein Anglergeschäft gefunden und telefonisch mit dem Inhaber
ausgemacht, dass er uns ein Boot zur Verfügung stellen würde.
Als wir bei
dem Geschäft ankamen, stand dort schon ein Trailer mit einem schönen
Ruderboot. Wir sagten noch einmal unser Ziel und dann fuhr der Sohn des
Inhabers mit uns an eine Uferstelle, wo das Boot zu Wasser gelassen wurde.
Etwas sauer
war ich, dass die Insel so weit entfernt lag, aber ich musste akzeptieren,
dass der Startplatz ungünstig lag, denn man kann ja nicht an jeder
Stelle am Ufer ein Boot zu Wasser lassen.
Weil so eine
Insel aus der Ferne leicht mit der Uferlinie des dahinter liegenden Landes
verschmilzt, ließ ich mich noch einweisen: "Die Große
Horst, dort hinten, schräg links."
Mein Bekannter
monierte, dass es keine Schwimmwesten gab. Ich beruhigte ihn, der Hintersee
sei ziemlich flach und habe eine größte Tiefe von etwa 4m,
also völlig ungefährlich.
Anders sei es beim Pätzer Vordersee, dort sei das Wasser bis zu 15m
tief.
So ruderten
wir los. Der Kurs war schwierig zu halten, weil ein starker Wind wehte.
Manchmal klatschten die Wellen kräftig gegendas Boot. Mir wurde nicht
zu warm, weil dicke Wolken vor der Sonne hingen.
Am Schilfgürtel
der Insel angekommen, suchte ich nun den Kanal, der die Insel vom Festland
trennt und ruderte am Ufer entlang nach links bis zum Ende des Sees.Hatte
damit wohl zu weit links angefangen, denn dort war der Kanal nicht. Also
umgekehrt und die Uferlinie nach rechts verfolgt.
Ein Kanal war
nicht da, aber es tauchte ein Platz auf, wo man anlegen konnte. Wir stiegen
aus und erkundeten die Insel. Was mich wunderte, waren die Wege! Die Insel
hat doch keine Wege!
Und dann standen
wir plötzlich auf einer Landstraße. Gegenüber war eine
Fabrik. Ich ging ins Konstruktionsbüro:
"Guten
Tag, lachen Sie bitte nicht, aber: Können Sie mir sagen, wo ich hier
bin?"
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Danach rief
ich im Angelgeschäft an (wie gut, dass es Handies gibt). Langes Schweigen
auf der anderen Seite, dann: "Himmel,ich hab Sie im falschen See
abgesetzt!"
Wir waren quer
über den Pätzer Vordersee gerudert.
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Natürlich
waren wir dann noch auf "unserer" Insel. Damit wurde mein Ruderpensum
an dem Tag gut 5km insgesamt (reichlich zweieinhalb Seemeilen!).
Außer
einem Wadenkrampf in der Nacht und einer kleinen Blase an der linken Hand
geht es mir richtig gut.
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