Besuch im Heizkraftwerk Tiefstack |
||
|
Viele von uns kennen noch das alte schmuddelige Kraftwerk und die Dreckschleuder an der Billwerder Bucht mit den 4 markanten Schornsteinen. Es wurde Ende der Achtziger Jahr abgerissen. Nur eine große Wiese ist jetzt noch zu sehen. Auf neu aufgeschütteten Gelände entstand daneben ein hochmodernes Wärmekopplungskraftwerk mit einer hochkomplexen Rauchgasreinigung und Entschwefelungsanlage, die so wirksam ist, daß fast nur noch Wasserdampf aus dem hohen Schornstein kommt. Wärmekopplung ? Na klar, im Winter benötigt man viel warmes Wasser für das Fernwärmenetz. Im Sommer wenig oder gar nichts .Dann wird mehr Strom erzeugt. 2 große runde
Silos, die 40 m hoch aufragen, fassen die Kohlen, die aus Südafrika,
Australien und Rußland, aber nicht aus dem Ruhrgebiet, kommen. Auf
Förderbänder wird die Kohle zur Kohlemühle transportiert
und dann in das Kesselhaus. Dort wird der Kohlenstaub in die großen
Brennkessel geblasen und verbrannt. In Rohren wird Dampf erzeugt, der
eine Turbine und Generatoren antreibt, die wiederum Strom erzeugen oder
es wird mit großen Wirkungsgrad Wasser in Rohrschlangen erhitzt,
daß dann mit dick isolierten Rohren zu den einzelnen Wärmeverbraucher
in Hamburg geleitet wird. 1200 -10000 Megawatt Strom und Fernwärme können am Tag erzeugt werden. 1895 wurde das erste Heizkraftwerk in der Poststraße gebaut. Es versorgte das neu erbaute Hamburger Rathaus mit Wärme. Das ist aber Geschichte. In dem alten Gebäude ist nun ein großes Modegeschäft.
Nun sind wir wieder schlauer geworden und wissen nun, wie man in Hamburg Wärme erzeugt, ohne das die Umwelt darunter leiden muß.
|
||
| Text:H. Fosseck | Organisation: Nikolaus Johann | Fotos: H. Fosseck, W. Schott |