Besuch im Heizkraftwerk Tiefstack

Am Montag, den 22.März 2004 ,haben auf Initiative von Nikolaus Johann ,eine Gruppe des SnHH das 1993 erbaute Heizkraftwerk Tiefstack besichtigt.

Viele von uns kennen noch das alte schmuddelige Kraftwerk und die Dreckschleuder an der Billwerder Bucht mit den 4 markanten Schornsteinen. Es wurde Ende der Achtziger Jahr abgerissen.

Nur eine große Wiese ist jetzt noch zu sehen. Auf neu aufgeschütteten Gelände entstand daneben ein hochmodernes Wärmekopplungskraftwerk mit einer hochkomplexen Rauchgasreinigung und Entschwefelungsanlage, die so wirksam ist, daß fast nur noch Wasserdampf aus dem hohen Schornstein kommt. Wärmekopplung ? Na klar, im Winter benötigt man viel warmes Wasser für das Fernwärmenetz. Im Sommer wenig oder gar nichts .Dann wird mehr Strom erzeugt.

2 große runde Silos, die 40 m hoch aufragen, fassen die Kohlen, die aus Südafrika, Australien und Rußland, aber nicht aus dem Ruhrgebiet, kommen. Auf Förderbänder wird die Kohle zur Kohlemühle transportiert und dann in das Kesselhaus. Dort wird der Kohlenstaub in die großen Brennkessel geblasen und verbrannt. In Rohren wird Dampf erzeugt, der eine Turbine und Generatoren antreibt, die wiederum Strom erzeugen oder es wird mit großen Wirkungsgrad Wasser in Rohrschlangen erhitzt, daß dann mit dick isolierten Rohren zu den einzelnen Wärmeverbraucher in Hamburg geleitet wird.
750 KM ist das Fernwärmenetz lang. 75 000 Kubikmeter Wasser faßt das Leitungsnetz und alle Stunde werden 15000 Kubikmeter davon umgewälzt.

1200 -10000 Megawatt Strom und Fernwärme können am Tag erzeugt werden.

1895 wurde das erste Heizkraftwerk in der Poststraße gebaut. Es versorgte das neu erbaute Hamburger Rathaus mit Wärme. Das ist aber Geschichte. In dem alten Gebäude ist nun ein großes Modegeschäft.

Frau Reimer-Strauch hat uns alles ausführlich erklärt und uns auch die große Steuerungswarte, die von wenigen Menschen Tag und Nacht überwacht wird, gezeigt.

Nun sind wir wieder schlauer geworden und wissen nun, wie man in Hamburg Wärme erzeugt, ohne das die Umwelt darunter leiden muß.


Wir haben Nikolaus Johann zu danken, für die Organisation und Durchführung dieses Besuches dieses HKW der HEW, die jetzt eine Tochter der Vattenfall Europe ist.

Text:H. Fosseck Organisation: Nikolaus Johann Fotos: H. Fosseck, W. Schott