Besuch im Schiffahrts- und Marinemuseum

Am Montag, den 19.April 2004 haben 34 Damen und Herren,darunter auch 15 Hamburger Seniorenetler/Innen , in einem historischen weißen Haus an der Elbchaussee mit Blick auf die Elbe, die weltweit einmalige Sammlungs--und Forschungsstätte von Peter Tamm besichtigt.

  • Mehr als 4.000 Gemälde, Aquarelle und Grafiken aus der Zeit von 1570 bis heute.
  • Mehr als 1.000 große Schiffsmodelle von der griechischen Triere über Wikingerschiffe, historische Segelschiffe aller Nationen, Kriegsschiffe bis zu Fahrzeugen der Hochsee- und Küstenfischerei. Außer Modellen aus Elfenbein, Bernstein und Silber ist eine an Zahl und Qualität einzigartige Sammlung von Knochenschiffen ausgestellt.
  • Ca. 30.000 originale Konstruktionspläne
  • Eine umfangreiche Sammlung zur Entwicklung von Waffen aller Art.
  • Kompasse und andere Navigationsinstrumente.
  • Flaggen, Orden, Ehrenzeichen, Autographen, Urkunden, Schiffstagebücher, Post- und Speisekarten u.v.m.
  • 30.000 Originalpläne von Schiffen
  • 500.000 Schifffahrts-Briefmarken
  • 1 Mio. Fotografien

In der Bibliothek des Institutes befinden sich etwa 120.000 Bücher
Wir wurden erschlagen von den vielen Schiffsmodellen und Marinebildern und imposanten Uniformen Sogar ein einzigartiger kaiserlicher Schwarzer-Adlerorden mit goldener Kette war zu sehen.

Im Treppenhaus ist ein großes Modell der "Wappen von Hamburg" aus dem 18. Jahrhundert zu bewundern und an der Wand hängt ein Gemälde von Wilhelm ll., leider nicht von Wilhelm Stemm. Gleich daneben ein Bild von einem Vorfahr von Peter Tamm in Admiralsuniform. Nun wissen wir woher die Affinität zur Marine von Peter Tamm kommt.
Wir wissen jetzt auch, daß Helmut Schmidt nur einen "Elbsegler" aufgesetzt hat und nicht eine "Prinz Heinrich Mütze."

Wir sahen das große Schlachtschiff "Bismarck" und die "Prinz Eugen" gleich zweimal. Die Jan Molsen,ein Ausflugdampfer, mit dem viele Hamburger in den Jahren nach dem Krieg nach Cuxhaven fuhren, ließ wehmütige Erinnerungen wach werden.
Herr Reese unser "Bärenführer" erzählte glaubhaft von 36 000 Wiking- und Hansa- Schiffsmodellen,die Peter Tamm gesammelt hat. Manche stehen dort 2 und 3 mal, vor den Umbauten und Änderungen und danach. Wir sahen aufgeschnittene U-Boote und olle Steamer von Egon Oldendorf, auf denen wohl schon Hans Kolb, die Maschinen abgeschmiert und die Kohlen getrimmt hat.
Wir sahen Kreuzer des 1. Weltkrieges mit 16 Dampf-Kesseln, wo Hunderte von Heizern und Kohlentrimmer jeden Tag einen Güterzug voll Kohlen verfeuerten.
Wir sahen die Urkunden zur Beförderung zum Konteradmiral des Kapitän Rogge, unterschrieben von einem bekannten Exgefreiten des 1. Weltkrieges. In einem Raum waren nur Marine-Schleppsäbel mit Portepeè in Gold und Silber.
Wer von uns wußte schon, daß die 3 blauen Streifen auf den weißen Matrosenhemden, die 3 großen Seeschlachten des englischen Seehelden Nelson symbolisieren und der schwarze Knoten an den Tod Nelson erinnert.
Ein Raum ist mit den berühmten Knochenschiffen gefüllt. Außerordentlich detailgetreue Segel-Kriegsschiffe, die von französischen Kriegsgefangenen in englischer Haft Ende des 18. Jahrhundert gefertigt wurden.
Ein Modell eines kreisrunden kaiserlich-russischen Schiff, chinesische Dschunken, Walfangflotten nach Nationalitäten geordnet, so gar amerikanische Trommelrevolver und Colts.
Vor dem Haus stehen diverse alte Mörser und Kanonen, sowie ein Schnellboot der DDR.
Ich hoffe nur, daß alle Waffen nicht geladen sind.

Wir danken Peter Tamm und den freundlichen Mitarbeitern, daß sie uns den Besuch in diesem außergewöhnlichen Museum ermöglichten.

Text:Heiner Fosseck Organisation: Nikolaus Johann Fotos: Heiner Fosseck