Besuch bei Steinway & Sons 
567 000 Klaviere und Flügel hat der Klavierbauer Steinway & Sons in 150 Jahren gebaut. 1200 Stück im Jahr, also 2 pro Tag.
Eine Gruppe des SNHH e. V. mit 20 Damen und Herren bestaunten ehrfurchtsvoll die Qualitäts-Handarbeit, die im Hamburger Werk von Steinway & Sons geleistet wird. Wir wollen unseren Kunden Flügel, Klaviere und Dienstleistungen in höchster Qualität anbieten, um dem exzellenten Ruf von Steinway & Sons zu entsprechen. Dieses Motto steht über der Tür jeder Werkstatt im Steinway & Sons Betrieb.
Aus 12000 Einzelteilen besteht ein Flügel, die zum Größtenteil hier im Haus selbst gefertigt werden. Das fängt mit der Auswahl und Trocknung der Hölzer an und hört mit der pingeligen Endabnahme durch Herrn Fründt auf .
19 Holzschichten werden aufeinander geleimt und dann mühsam zur Flügelform der Rimse gebogen. Dazu braucht man eine große Spannformeinrichtung. Passgenau wird hier der Resonanzboden, das wichtigste Teil eines Flügels eingesetzt. Darauf kommt der Stimmstock, der per Hand die Stifte eingesetzt bekommt. Die vielen Saiten werden mittels einer Maschine gespannt und eingepasst.
2000 Teile hat die Mechanik. Ein Gewirr von Hämmerchen und Hebelchen, Gewichten und vielen Zwischenhölzern.
Zum Schluss kommen die Intonierarbeiten ,damit kann man die Klangfarbe ändern und das Stimmen des Flügel beeinflusst die Klanghöhe.
Die weißen Klaviertasten sind auch nicht mehr aus Elfenbein ,sondern Gott sei Dank durch Kunststoff ersetzt.
Wie kompliziert die Arbeiten für ein Steinwayflügel sind, konnten wir z.B. sehen, dass der Anschlag einer großen Basssaite genau so wenig Kraft erfordert, wie die Tasten für die hohen Töne.
Konkurrenten hat Steinway nicht zu fürchten, denn in diesen Preissegment und den Qualitätsansprüchen tummeln sich kaum Wettbewerber.
Ein Instrument kann gut und gern 90 000 Euro kosten und 150 Jahre und älter werden. Wie eine Antiquität kann ein gut gepflegter Steinway-Flügel eigentlich nur immer teurer werden. Eine gute Geldanlage , besser als Oldtimerautos sammeln.
Bei Steinway arbeiten viele langjährige Mitarbeiter und manche schon in 3. Generation. Kein Wunder, dass sich die Mitarbeiter mit ihrer Firma identifizieren.
Wenn wir wieder einen Plexiglasflügel bei einem Konzert von Udo Jürgens sehen, dann wissen wir jetzt, dass das niemals ein Flügel und schon gar nicht ein Steinway-Flügel sein kann, sondern nur eine elektronische Orgel. 
Frau Elena Livigni hat uns kompetent durch das Werk geführt und abschließend unsere vielen Fragen geduldig beantwortet, während wir gemütlich bei Kaffe und Keksen saßen. .
Text: Heiner Fosseck