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 Rothenbaumchausse
122, ein gelbgeklinkerter Jugendstilbau, der Ende der 60er Jahre verschlimmbessert
wurde, ist immer noch der traditionelle Sitz vom Norddeutschen Rundfunk.
Nun aber reicht das Haus nur noch für NDR 90,3, ein Spartenrundfunkprogramm
für "Oldies but Goldies."Also gerade richtig zum Besuch
von uns über Sechszigjährigen, die am Dienstag, den 23.9.03,
den NDR 90,3 besichtigen durften. 15 Hamburger Seniorennetter hatten sich
pünktlich eingefunden und wurden von Herrn Dr. Grimm freundlich empfangen
und durch das Haus geführt.
Im
Keller des Hauses befindet sich das Wichtigste, die Aufnahme-Studios.
Im Keller deswegen, weil die schwere heutige Computer-Technik sonst durch
die Holzdecken gesaust wäre. 250 000 Euro kostest ein Studiotisch,
die zweimal vorhanden sind.
Seit
4 Jahren sind alle Vorgänge, wie schneiden und Musikstücke suchen
u.s.w., digitalisiert. Also Toningenieure oder Boten, die Musikstücke
aus dem Musik-Archiv holen, das größte in Europa, gibt es nicht
mehr. Der Redakteur gibt in seinem Computer zum Beispiel " Cindy,
oh Cindy, dein Herz muß traurig sein" ein und schon kann das
Stück eingespielt werden.
Zur Zeit kann
man in Hamburg über 50 Rundfunkprogramme konsumieren. Davon ist NDR
90,3 an komfortabler 2. Stelle, was die Hörerreichweite betrifft.
Davor ist nur noch Hamburg Radio, ein privater Sender, der schwarze Zahlen
schreibt. Alle anderen Sender sind in den Miesen. NDR 90,3 hat den größten
Wortanteil von allen Sendern. Dazu wird eine eigene Redaktion unterhalten.
Viele private Sender haben keine Redaktion, sondern kaufen die Nachrichten
von Agenturen sendefähig zu und strahlen die Nachrichten am Nachmittag
unaktualisiert ein zweites Mal aus.
70 feste Mitarbeiter
hat NDR 90,3 und 70 freie Mitarbeiter.Von den festen Mitarbeitern sind
55 redaktionelle Mitarbeiter. Die Technik ist verschwunden seit der Digitalisierung.
Man kann auch Geräusche einspielen, das liegt alles digitalisiert
auf Festplatten.
Rund um die
Uhr geht das Programm von NDR 90,3. Von 22.05 Uhr bis 6.30 Uhr wird das
Programm mit anderen Ländersendern abwechselnd gefahren. Die ostdeutschen
Sender haben den Sender NDR 90,3 zunächst abgelehnt und fahren ein
konträres Programmschema, aber jetzt sind sie auf dem Weg zurück
und passen sich NDR 90,3 wieder an.
Seit 80 Jahren
wird am Rothembaum Radio gemacht. Am Anfang gab es die Norag, dann den
Reichssender Hamburg und danach den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR)
und jetzt den Norddeutschen Rundfunk (NDR). Ab Ende der siebziger Jahre
entstanden mit dem Rundfunkstaatsvertrag die einzelnen Ländersender
und die privaten Sender.
Sicherlich haben
alle, die bei diesem Besuch dabei gewesen waren, viel dazu gelernt und
wir danken unseren unermüdlichen Nikolaus Johann, der uns diesen
interessanten Besuch bei NDR 90,3 ermöglichte.
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