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Zu nachtschlafender
Zeit machten sich 16 wissensdurstige SNHHler auf den Weg nach Kiel-Wellingsdorf
am 15.09.03, um alles über die COOP zu erfahren.
Herr Giencke
empfing uns freundlich und führte uns in einen Sitzungssaal im 3.
Stock. Bei Kaffee, Tee und reichlich Kuchen erholten wir uns erst mal
von den Strapazen der Anreise. Dann gab uns Herr Giencke einen geschichtlichen
Überblick über die Entwicklung der Konsumgenossenschaften und
berichtete über die COOP-Zentrale in Kiel.
Die COOP Schleswig-Holstein
wurde am 26.10.1899 gegründet und hat sich seitdem stetig weiterentwickelt.
Zur Zeit gehören zur COOP 265 Verbrauchermärkte, SB-Warenhäuser
sowie Bau- und Gartencenter. (Pro, Plaza, Sky, Wandmaker)
Vergangenes
Jahr hatte die COOP einen Umsatz von 1,36 Milliarden Euro,
10 000 Arbeitnehmer,
davon 600 Auszubildende.
Die COOP-Zentrale
hat ein Warenlager (Trockenware) von 30.000 qm, ein Frischwaren-Zentrum
mit Fleisch- und Wurstproduktion, sowie eine Verteilstelle für Obst
und Gemüse-.
Weitere Informationen
gibt es auf der Website http://www.coop.de
Dann begann die
Besichtigung.
Vor
Betreten des Frischezentrums wurden wir steril eingekleidet, von Kopf
bis Fuß. So vermummt betraten wir als erstes die Wurstfertigung.
Im gebührenden Abstand durften wir einen Blick werfen auf die Füllmaschinen,
wo Därme mit Wurstmasse gefüllt werden und Frauen dieselben
umdrehen müssen, wenn die Füllmenge pro Wurst erreicht wurde.
Diese Würste wurden dann auf Gestelle gehangen und zur Räucherei
gefahren. Für Wiener Würste werden Schafsdärme verwendet.
Wir durften von fertig geräucherten Würsten großzügig
kosten.
Dann standen
wir vor dem großen Kutter, wo die Wurstmasse hergestellt wird.
Die Kunst des Wurstmachens
ist, Wasser schnittfest zu machen. Deshalb wird der Wurstmasse Wasser
in Form von Eis zugeführt, das dann in der Räucherei schmilzt.
Dadurch trocknen die Würste nicht aus und bleiben geschmeidig.
Dann ging es
in die Fleischverteilung, wo wir von Weitem zusehen durften, wie Rinderviertel
entbeint wurden. Die Schlachter haben stichfeste Schürzen umgebunden
und die linke Hand steckt in einem Metallhandschuh. So gibt es fast keine
Unfälle. Herr Giencke betonte, dass nur Fleisch aus deutschen Landen
verarbeitet wird und dass immer ein BSE-Test gemacht wird.
Im Anschluss
an die Fleischerei kamen wir in die Käseportionierung. Hier werden
die großen Käseleiber in handliche Stücke zerteilt, natürlich
mit einer Maschine und elektronischer Waage.
Wir durften Butterkäse verkosten.
Fleisch- und
Wurstwaren sowie Käse werden auf langen Packstraßen versandfertig
gemacht.
Dann kamen wir
in die große Obst- und Gemüsehalle. Da war nicht viel zu sehen,
denn hier wird nur nachts gearbeitet, damit die Ware morgens frisch in
den Märkten angeliefert werden kann. LKWs liefern
die Ware auf großen Paletten im Laufe des Nachmittags bzw. Abends
an. Ab 21 Uhr stellen die Sammler die einzelnen Lieferungen anhand von
Bestell-Listen zusammen. Die Ware wird in Rollcontainer gelegt und ist
dann bereit zur Auslieferung., die bereits ab 4 Uhr beginnt.
Zum Abschluss
besichtigten wir die großen Lagerhallen. Hier wird die Trockenware
in Hochregalen gelagert. Flurfördergeräte und Gabelstapler flitzen
durch die Hallen. Sammler stellen anhand von Bestell-Listen die vielen
Einzellieferungen zusammen. Das muss alles sehr schnell gehen, der Kunde
wartet.
Ziemlich
erschöpft wurden wir nach gefühlten vier Stunden entlassen und
fuhren dann nach Laboe, wo wir uns in fröhlicher Runde von den Strapazen
erholten.
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