Besuch bei BOG in Osnabrück

Wir, die Osnabrücker Gruppe im SNHH, hatten in den letzten Tagen Gelegenheit, bei einem Besuch der B O G - Informationstechnologie hinter die Kulissen eines der größten herstellerunabhängigen Büro-Organisationshäuser in Deutschland zu sehen. Die Bog beschäftigt insgesamt an verschiedenen Standorten in der Bundesrepublik ca. 600 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von ca. 100 Millionen Euro. Das Training Center ist umsatzbezogen die kleinste Abteilung (ca. 5 % des Gesamtumsatzes) benötigt allerdings durch die über 20 Seminarräume den größten Platzbedarf. Das Training Center beschäftigt ca. 30 Mitarbeiter. Am Standort Osnabrück werden insgesamt ca. 100 Mitarbeiter beschäftigt. Der Hauptstandort ist Münster mit ca. 270 Mitarbeitern."

Nach einem zweistündigen Worshop und einem Ausflug in die faszinierende Welt des Internets, konnten wir anschließend beim gemütlichen Kaffee und Kuchen in der hauseigenen Kantine entspannen und weiter fachsimpeln. Wir hatten das Glück, mit dem Leiter des Trainingcenters Heinz-Hugo Loheider und dem Fachdozent Dr. Achim Tegeler, zwei kompetente Referenten für uns zu gewinnen.

Beide Herren haben uns nach einer Führung durchs Haus mit über 20 Schulungsräumen und über 300 PC's im Einsatz, einen Einblick in das beeindruckende Seminarangebot gegeben. Das besteht aus Kompaktkursen und offenen IT-Kursen für längere Planungszeiträume und aus Schulung zur Software-Entwicklung und für neue Software-Releasestände. Individuelle Schulungen, mit inhaltlicher und terminlicher Abstimmung auf die Ausbildungsbelange der Kunden für alle Bereiche der betrieblichen Datenverarbeitung, sind ein besonderer Schwerpunkt im Schulungsangebot.

Für uns hatten sich die BOG-Referenten ein hochbrisantes Thema ausgedacht, nämlich das allgemeine Sicherheitsverhalten im Internet:

"Wie können wir unsere Rechner gegen Angriffe von außen sicherer machen?".

Das war für uns Hobbysurfer und Mailer ein Thema, mit dem sich vor dieser Veranstaltung eigentlich noch keiner konsequent auseinandergesetzt hatte. Aber an diesem Nachmittag bei der BOG wurden unsere Augen so richtig weit geöffnet und alle Teilnehmer waren überrascht, sehr schnell zu erkennen, dass unsere Rechner wirklich "offen wie ein Scheunentor" sind.

Besonders überraschend war für uns, dass unsere Festplatte schon ein Teil des Internets ist. Als dann noch deutlich wurde, dass sich jeder Mensch auf unseren Rechner aufschalten kann, "fielen natürlich alle Klappen" und die Überraschung war groß. Nachdem wir dann schließlich wussten, was ein UNC - Pfad (universal name convention) ist, und wir uns gegenseitig in die Rechner hineinsehen konnten, war auch der letzte davon überzeugt, der es bisher nicht wahr haben wollte, dass sich im Prinzip jeder in unseren PC zuhause einloggen kann, wenn wir online sind.

Somit stehen unsere mühsam gespeicherten und gehüteten Informationen auf unserer Festplatte allen Menschen offen, wann immer sie mal bei uns reinschauen wollen. Wer hätte das gedacht, dass man sich so jederzeit in andere Systeme einschleusen kann, wenn man ein paar Befehle beherrscht. Spätestens jetzt wurde uns allen klar, wie wichtig im täglichen Gebrauch unseres Computers und den Internet-Anwendungen die Kenn- und Passwörter sind.

Interessant war auch noch, wie man beispielsweise im E-Mail-Verkehr mit Nummern anstelle von Namen schneller den Empfänger des E-Mails erreicht und woher diese Nummern kommen. Jetzt wissen wir, dass sich hinter jeder E-Mail-Adresse eine PING - Zahl verbirgt, die jeweils nur einmal vergeben und bei jedem Vorgang automatisch zugeteilt wird. .

Schließlich trugen begleitende Informationen über "LAN" (lokal area network) und "WAN" (wide area network) zum Verständnis der geballten Informationen ebenso bei, wie die Erklärung, was ein "Proxi - Server" ist und dass Virenscanner nicht vor Hackern und Dialern schützen. Der einzige wirksame Schutz sind "Firewalls", die in Großbetrieben in Form von Hardware und in kleineren Unternehmen als Softwarelösung eingesetzt werden.
Alles in allem war es eine hochinteressante Veranstaltung für uns, die wir in absehbarer Zeit wiederholen wollen. Dazu werden wir uns ein paar Themen aussuchen, mit denen wir uns dann bei unserer zweiten BOG-Exkursion beschäftigen werden. Wer daran interessiert ist, sollte gelegentlich zu unserem Workshop kommen, dort erfährt er alles weitere (siehe SNHH-Hompage "Treffpunkte" und Osnabrück").

27. Februar 2003

SeniorenNet Hamburg e.V. Text: Wolfgang Schulte